Mehrere Verletzte nach Unfall auf A3: Polizei bringt Schwangere in Klinik, Gaffer stören Einsatz

Solingen - Bei einem Unfall auf der A3 bei Solingen mit mehreren beteiligten Fahrzeugen sind fünf Menschen verletzt worden. Die Autobahn musste zeitweise voll gesperrt werden - im Stau steckte auch eine schwangere Frau mit Wehen.

Mindestens drei Autos sollen bei dem Unfall auf der A3 beteiligt gewesen sein.
Mindestens drei Autos sollen bei dem Unfall auf der A3 beteiligt gewesen sein.  © Gianni Gattus / Blaulicht Aktuell Solingen

Nach Angaben eines Sprechers der örtlichen Feuerwehr waren die Kameraden sowie Einsatzkräfte der Polizei am Sonntagabend gegen 18.45 Uhr zu dem Unfall auf der A3 alarmiert worden, nachdem drei Kleintransporter und ein SUV aus bislang unklarer Ursache kurz vor dem Autobahnkreuz Hilden in Fahrtrichtung Oberhausen aufeinander aufgefahren waren.

Fünf Menschen erlitten bei der Karambolage Verletzungen, wobei ein Beteiligter noch an Ort und Stelle versorgt werden musste.

Sowohl zwei der Kleintransporter als auch der SUV waren zudem so stark beschädigt worden, dass sie nicht mehr fahrtauglich waren und abgeschleppt werden mussten - das gestaltete sich allerdings schwierig!

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Die Bildung der Rettungsgasse habe anfänglich noch gut funktioniert, wie der Sprecher berichtete, sodass die Einsatzfahrzeuge von Polizei und Feuerwehr die Unfallstelle zügig erreichen konnten. "Im weiteren Einsatzverlauf wurde die Rettungsgasse jedoch wieder geschlossen, wodurch die Zufahrt für die insgesamt drei Abschleppfahrzeuge erheblich erschwert wurde", hieß es seitens der Kameraden.

Erst mit Unterstützung eines Einsatzfahrzeuges der Polizei sei die Zufahrt zur Unfallstelle gelungen. Doch nicht nur das!

Rettungsgasse blockiert: Mehrere Gaffer machen Fotos von Unfallstelle

An dem Unfall auf der A3 waren am Sonntagabend insgesamt vier Fahrzeuge beteiligt.
An dem Unfall auf der A3 waren am Sonntagabend insgesamt vier Fahrzeuge beteiligt.  © Tim Oelbermann

Im Stau befand sich den Angaben zufolge auch eine Schwangere, bei der die Wehen eingesetzt hatten. Die Polizei eilte der Frau zur Hilfe und brachte sie mit einem Einsatzfahrzeug unter Blaulicht in ein Krankenhaus.

Derweil gestaltete sich die weitere Zufahrt zur Unfallstelle über die nahegelegene Raststätte Ohligser Heide für die Einsatzkräfte "schwierig bis unmöglich, da dort zahlreiche Fahrzeuge abgestellt wurden, Fahrwege blockiert waren" und mehrere Personen ihre Fahrzeuge verlassen hatten.

Nach TAG24-Informationen zückten zeitweise mehrere Gaffer ihre Handys und machten Fotos von der Unfallstelle. Die Einsatzkräfte mussten sie demnach wiederholt auffordern, damit aufzuhören.

Die Einsatzkräfte mussten Gaffer mehrmals auffordern, es zu unterlassen, Fotos von der Unfallstelle anzufertigen.
Die Einsatzkräfte mussten Gaffer mehrmals auffordern, es zu unterlassen, Fotos von der Unfallstelle anzufertigen.  © Tim Oelbermann

Die A3 blieb während des Einsatzes für etwa zweieinhalb Stunden vollständig gesperrt. Nach der Reinigung aller drei Fahrspuren gab die Polizei die Autobahn wieder frei.

Erstmeldung vom 1. Februar, 21.14 Uhr; zuletzt aktualisiert am 2. Februar, 7.49 Uhr.

Titelfoto: Bildmontage: Tim Oelbermann

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