SUV-Fahrer kracht auf A6 in Lastwagen: Mann stirbt im Krankenhaus

Neuendettelsau - Auf der A6 in Fahrtrichtung Nürnberg ist es am Donnerstagnachmittag zu einem folgenschweren Unfall gekommen. Ein 58 Jahre alter SUV-Fahrer erlag seinen Verletzungen wenige Stunden später im Krankenhaus.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Auto fast bis zur Hälfte unter den Auflieger gequetscht. Der Fahrer (58) verstarb im Krankenhaus
Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Auto fast bis zur Hälfte unter den Auflieger gequetscht. Der Fahrer (58) verstarb im Krankenhaus  © News5 / Oswald

Kurz nach dem Parkplatz Auergründel Süd war der Skoda gegen 14.30 Uhr mit vermutlich hoher Geschwindigkeit auf einen verkehrsbedingt langsam fahrenden - womöglich auch schon stehenden - Lastwagen aufgefahren.

Das Auto wurde durch die Wucht des Aufpralls etwa bis zur Hälfte unter den Auflieger geschoben.

"Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten den Mann aus dem Fahrzeug befreien", so Michael Konrad, Pressesprecher beim Polizeipräsidium Mittelfranken.

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"Anschließend musste man aber leider auch feststellen, dass der Mann sehr, sehr schwere Verletzungen davongetragen hat." Direkt nach der Kollision hatten sich Passanten um den Verunglückten gekümmert.

"Ich habe angehalten, die Tür aufgemacht und habe gesehen: Er lebt noch. Und dann habe ich die Polizei angerufen. Es war Stauende und er ist ungebremst auf den Lkw gefahren", berichtete ein Ersthelfer seine Sichtweise der Ereignisse. Einsatzkräfte der Feuerwehr befreiten den Mann aus dem Wrack.

Ein Gutachter wurde zu der Unfallstelle hinzugerufen: "Der wird jetzt die Kollegen der Verkehrspolizeiinspektion Feucht bei der Unfallaufnahme unterstützen mit einem entsprechenden Gutachten", so der Polizeisprecher.

Warnung an Ersthelfer: "Eine sehr gefährliche Örtlichkeit"

Konrad zeigte sich dankbar für die schnelle Ersthilfe der anwesenden Zeugen, warnte jedoch davor, sich selbst in brenzlige Situationen zu bringen: "Die Autobahn ist natürlich mit den hohen Geschwindigkeiten eine sehr gefährliche Örtlichkeit. Das heißt, erst wenn ich selbst weiß, ich bin sicher, zum Beispiel auf dem Seitenstreifen, sollte ich mich einer Unfallstelle nähern."

Viel wichtiger für die Einsatzkräfte sei es, so schnell wie möglich, einen guten Notruf abzusetzen. Lobenswert erwähnte er, dass die Autofahrer sofort eine Rettungsgasse bildeten.

Zudem kritisierte er das Problem mit sogenannten Gaffern: "Personen, die in einen Unfall verwickelt sind, die sich in einer Notsituation befinden, zu fotografieren oder zu filmen, das ist etwas, was gar nicht geht."

Erstmeldung: 25. April 2024, 18.26 Uhr; zuletzt aktualisiert: 26. April 2024, 8.20 Uhr

Titelfoto: News5 / Oswald

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