Privatjet wegen A9-Unfällen umgeleitet: RB-Spieler verspätet in Istanbul gelandet
Dessau-Roßlau - Vor dem seit Mittwochmorgen auf der A9 in Sachsen-Anhalt andauernden Unfall-Chaos mit zwei Toten hatte es auch schon am Dienstagabend nur 30 Kilometer weiter zweimal heftig gekracht. Einer der Leidtragenden war Fußballprofi El Chadaille Bitshiabu (19) von RB Leipzig.
Eigentlich sollte laut des türkischen Journalisten Nevzat Dindar der Privatjet mit dem Franzosen an Bord um 23.30 Uhr vom BER-Airport nach Istanbul abheben. Wegen der Sperrung der A9 bei Dessau wurde daraus aber nichts.
Tross und Flieger wurden nach Hannover umgeleitet, da es in Berlin - im Gegensatz zur niedersächsischen Landeshauptstadt - ein Nachtflugverbot gibt. Am Mittwochmorgen traf "Chad" dann am Bosporus ein.
"Wir haben eine sehr lange und beschwerliche Reise hinter uns, aber Gott sei Dank sind wir in Istanbul angekommen. Ich bin sehr glücklich, jetzt hier zu sein", sagte er im klubeigenen "GSTV".
Der 1,96 Meter große Innenverteidiger wird laut Medienberichten auf Leihbasis zu Galatasaray Istanbul wechseln, die sich zudem eine Kaufoption gesichert haben sollen. Noch ist der Deal nicht offiziell verkündet worden. Das Transferfenster in der Türkei schließt erst am Freitag.
240.000 Euro Schaden bei zwei Unfällen nahe Dessau
In Fahrtrichtung Berlin war am Dienstag gegen 18.40 Uhr zunächst ein BMW zwischen Dessau-Süd und Dessau-Ost aufgrund von Platzregen und einer Bodenwelle von der Fahrbahn abgekommen.
Nach der Kollision mit der rechten Leitplanke drehte sich das Auto und blieb entgegen der Fahrtrichtung auf dem Standstreifen stehen. Fahrer (51) und Beifahrerin verletzten sich dabei leicht. Der Schaden beträgt 25.000 Euro.
Nur 20 Minuten später stieß der 31-jährige Fahrer eines weiteren BMW ebenfalls bei Starkregen auf einen Lastwagen mit Auflieger, der sich daraufhin drehte und mit dem Führerhaus entgegen der Fahrtrichtung in der Mittelleitplanke stecken blieb, die ein Stück auf die Gegenspur ragte.
Sechs Stunden lang musste die A9 bei Dessau aufgrund der schwierigen Bergungsarbeiten gesperrt bleiben. Der Schaden beim zweiten Unfall beträgt 215.000 Euro.
Titelfoto: Bildmontage: Facebook/Motorradstaffel Sachsen-Anhalt ; IMAGO/Anadolu Agency

