Hof - Auf der A9 sorgten am Donnerstagnachmittag Hunderte Red-Bull-Flaschen für eine Vollsperrung. Zwischen den Anschlussstellen Hof-West und Naila krachte ein Lkw gegen 13.20 Uhr in die Leitplanke und verlor dabei einen Großteil seiner Ladung.
Durch die Wucht des Aufpralls riss der polnische Sattelzug einen Renault mit Münchner Kennzeichen mit sich. Die Insassen des Wagens erlitten laut Verkehrspolizei einen Schock.
Nach dem Zusammenstoß setzte der 40-jährige Pole seine Fahrt jedoch zunächst fort und fuhr noch etwa einen Kilometer in Schlangenlinien weiter. Dabei verlor der Lkw immer wieder Getränkekisten, die sich über die gesamte Autobahn verteilten.
Während der kurzen Weiterfahrt touchierte er zudem weitere Male die Leitplanke auf der linken und rechten Fahrbahnseite, bevor er letztendlich zum Stehen kam.
Die Fahrbahn in Richtung Berlin bleibt wegen der aufwendigen Bergungs- und Reinigungsarbeiten voraussichtlich noch mehrere Stunden gesperrt.
An der Anschlussstelle Hof-West wird eine Umleitung eingerichtet. Die Verkehrspolizei empfiehlt, den Bereich weiträumig zu umfahren.
In Richtung Nürnberg konnte bereits eine Fahrspur geräumt werden. Der Verkehr kann dort inzwischen behelfsmäßig wieder fließen.
Nach ersten Erkenntnissen könnte eine medizinische Ursache bei dem 40-jährigen Fahrer den Unfall ausgelöst haben. Die Ermittlungen hierzu dauern derzeit noch an.