Völlig erschöpfter Babydelfin stirbt bei Show in Wasserpark

Varna (Bulgarien) - Ein Babydelfin ist im Dolphinarium Varna während einer Show an Überlastung gestorben. Es war bei weitem nicht der erste Fall in den letzten fünf Jahren.

Delfine "spielen" in Gefangenschaft. (Symbolbild)
Delfine "spielen" in Gefangenschaft. (Symbolbild)  © 123RF Evgheni Manciu

Ein frisch geborener Delfin wird ungefähr 18 Monate von seiner Mutter gesäugt, bis er sich zum ersten Mal selbst auf die Suche nach Nahrung begibt. Eine Trennung von der Mutter sollte zudem frühstens nach 6 Monaten erfolgen.

So die Definition. Leider hielten sich Mitarbeiter im Delfinarium der bulgarischen Stadt Varna nicht daran und ließen einen nur neun Tage alten Delfin bereits an ihrer Show teilnehmen.

Zu Spitzenzeiten im Sommer finden die Shows mit den beliebten Meeressäugern laut "Metro" bis zu viermal am Tag statt.

Zu viel für den kleinen Babydelfin. Mitten in der Show hörten die Delfine auf einmal auf ihre Tricks vorzuführen.

Obwohl Mitarbeiter die Gäste sofort aus dem Zuschauerraum schickten, konnten sie sehen, was passiert war. Der Kleine war kollabiert.

Das Delfinbaby war bereits das sechste tote Tier innerhalb der letzten fünf Jahre in dem bulgarischen Park. Fünf Delfine und eine Robbe fielen der "Show" zum Opfer.

Yavor Gechev von der Tierschutzorganisation Four Paws (deutsch: Vier Pfoten) zur "BBC": "Die Bedingungen erreichen nicht mal die Mindeststandards für die Haltung solcher Tiere. Die Tier kämpfen, sie überleben dort nicht."

Mittlerweile gibt es eine Petition für die Schließung des Delfinariums. Leider zu spät für den Babyflipper.

Titelfoto: 123RF Evgheni Manciu

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