Bitcoin-Milliardär ertrinkt mit 41: Ist sein Vermögen nun für immer verloren?

Costa Rica - Mircea Popescu ist tot. Der 41-Jährige besaß angeblich knapp eine Million Bitcoins und die wären nach aktuellem Kurs der Kryptowährung circa 29 Milliarden Euro wert. Nun stellt sich die Frage: Sind die digitalen Münzen noch zu retten oder für immer verloren?

Der Tod des 41-Jährigen könnte auch den Verlust von einem Riesenhaufen an Bitcoins bedeuten. (Symbolbild)
Der Tod des 41-Jährigen könnte auch den Verlust von einem Riesenhaufen an Bitcoins bedeuten. (Symbolbild)  © Ina Fassbender/dpa

Laut internationalen Medienberichten soll der Rumäne am vergangenen Mittwoch vor der Küste Costa Ricas ertrunken sein. Demnach sei er beim Schwimmen von den Wellen mitgerissen worden und dann um circa 8.30 Uhr (Ortszeit) ums Leben gekommen.

Der 41-Jährige war offenbar ein sehr umstrittener Charakter. So galt er einerseits als Pionier beim Wirtschaften mit Kryptowährungen und gründete 2012 "MPEx", die erste Online-Börse, in der man Aktien mit Bitcoins erwerben konnte. Auf der anderen Seite sorgte er aber auch häufig mit sexistischen und hasserfüllten Äußerungen für Aufsehen.

Was ihn aber ganz Besonders machte: Er besaß offenbar eine wahnsinnig große Menge der digitalen Münzen. Ihm soll die mit Abstand größte Menge an Bitcoins gehört haben, die sich derzeit im Besitz einer einzelnen Person befindet.

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So behauptete er selbst, dass er über knapp eine Million Stück von den virtuellen Dingern verfügte! Das ist vor allem deshalb eine Riesenmenge, da insgesamt nur 21 Millionen Bitcoins existieren.

Ganz nebenbei soll der rumänische Geschäftsmann auch noch ein Vermögen von zwei Milliarden US-Dollar besessen haben. Das sind allerdings nur Peanuts im Vergleich zu dem Schatz, den er wohl in Krypto sein Eigen nannte. Man bedenke: Ein Bitcoin ist aktuell etwa 29.000 Euro wert und er hatte offenbar eine Million davon!

Was passiert nun mit den Bitcoins von Mircea Popescu?

Unglücklicherweise könnte all das Geld nun verloren sein. Denn Bitcoins bewahrt man in einer sogenannten "Wallet" auf, also quasi in einem digitalen Portemonnaie, zu dem normalerweise nur eine Person das Passwort kennt - und zwar ist das der Besitzer der Wallet selbst.

Da Popescu nun tot ist, könnte dieses Kennwort also für alle Zeiten ein Geheimnis bleiben und damit wären sämtliche seiner Krypto-Münzen unwiderruflich verloren.

Gerüchteweise soll die Familie des 41-Jährigen wenigstens Zugang zu seiner Technik haben. Womöglich können sie damit etwas erreichen und doch noch an seine Wallet herankommen.

Titelfoto: Ina Fassbender/dpa

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