Iran-Krieg wirkt sich jetzt auch auf Waschmittel aus: Henkel hält Preiserhöhung für unvermeidlich

Von Christian Rothenberg

Düsseldorf - Kundinnen und Kunden müssen infolge des Iran-Kriegs künftig wohl auch für Marken-Wasch- und -Spülmittel tiefer in die Tasche greifen. Das hat der Milliarden-Konzern Henkel angekündigt.

Henkel stellt unter anderem Waschmittel wie Persil her. (Archivbild)
Henkel stellt unter anderem Waschmittel wie Persil her. (Archivbild)  © Rolf Vennenbernd/dpa

"Wenn sich unsere Herstellkosten drastisch erhöhen, müssen wir diese Kosten weitergeben", sagte Vorstandschef Carsten Knobel im Gespräch mit dem "Handelsblatt". "Es hilft nicht, mit Preiserhöhungen zu lang zu warten. Man kommt umso stärker unter Druck, je später man reagiert."

Nach Angaben von Knobel ist das Unternehmen vor allem indirekt von steigenden Kosten betroffen, etwa bei der Verfügbarkeit und den Preisen von Materialien sowie in den Lieferketten.

Der steigende Ölpreis treffe etwa Zulieferer und Logistikunternehmen teilweise stark. "Diese geben einen Teil ihrer gestiegenen Kosten an uns weiter", so Knobel. "Wir hoffen natürlich, dass dieser Krieg nicht das ganze Jahr über andauern wird."

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Henkel hatte die Preise seiner Produkte bereits in den vergangenen Jahren erhöht. "Wenn Sie den Kunden oder die Kundin davon überzeugen wollen, mehr zu bezahlen, müssen Sie einen nachvollziehbaren Vorteil bieten", sagte Knobel.

Er sieht einen Trend hin zu Eigenmarken des Handels. "Trotzdem gibt es zu Markenprodukten wie Persil oder Schwarzkopf eine große Loyalität. Die Produkte werden vielleicht etwas sparsamer verwendet, aber weiter gekauft."

Henkel-Vorstandschef Carsten Knobel begründet die geplanten Preiserhöhungen unter anderem mit einer indirekten Kostensteigerung. (Archivbild)
Henkel-Vorstandschef Carsten Knobel begründet die geplanten Preiserhöhungen unter anderem mit einer indirekten Kostensteigerung. (Archivbild)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Konsumgüterkonzern Henkel hat im vergangenen Jahr Umsatz von rund 20,5 Milliarden erzielt

Henkel produziert unter anderem Wasch- und Spülmittel wie Persil, Perwoll und Pril, Kosmetik- und Körperpflegeprodukte sowie Klebstoffe. Das Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf wurde 1876 gegründet und beschäftigt weltweit nach eigenen Angaben etwa 47.000 Menschen, davon arbeiten weniger als 20 Prozent in Deutschland.

Im vergangenen Jahr erzielte Henkel einen Umsatz von rund 20,5 Milliarden Euro.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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