170 Mitarbeiter verlieren ihren Job: Beliebter Online-Shop stoffe.de stellt Betrieb ein
Schenefeld - Viele Hobby-Bastler und Näh-Enthusiasten müssen jetzt ganz stark sein: Der vor allem in der DIY-Szene beliebte Online-Händler stoffe.de schließt seine virtuellen Pforten.
Wie das Branchen-Portal "Retail-News" berichtet, stellt die insolvente FabFab GmbH, zu der neben dem Internetshop auch die Kreativ-Community "Makerist" gehört, ihren Geschäftsbetrieb ein. Demnach verlieren dadurch insgesamt rund 170 Mitarbeiter ihren Job.
Die Firma leitete bereits im vergangenen Oktober ein vorläufiges Insolvenzverfahren ein, hoffte jedoch noch auf einen neuen Investor sowie den Fortbetrieb, nachdem der alte Hauptgeldgeber abgesprungen war und neues Kapital verweigert hatte.
Dazu wird es nun aber offenbar nicht mehr kommen. Dabei gehört die Seite für Stoffe, Schnittmuster und Näh- sowie Bastelzubehör hierzulande seit Jahren zu den wichtigsten Materialhändlern in der Do-it-yourself-Branche, die während der Corona-Pandemie eigentlich auch einen Aufschwung erlebte.
Anschließend folgte jedoch die große Ernüchterung, da sich viele Verbraucher zu dieser Zeit einen Vorrat zulegten und die Nachfrage nicht aufrechterhalten blieb.
Stoffe.de verabschiedet sich von seinen Kunden
Auf der Website informiert stoffe.de seine Kunden aktuell bereits über das weitere Vorgehen. Derzeit wird das restliche Sortiment mit einem Rabatt von 70 Prozent auf alle Produkte abverkauft, solange der Vorrat reicht. Bereits stornierte oder noch zu stornierende Bestellungen werden erstattet.
Die Firma könne die Bereitstellung seiner digitalen Produkte - wie etwa Videokurse - nach dem 31. Januar 2026 nicht mehr gewährleisten und bitte die Nutzer daher, diese herunterzuladen. Ob eventuell doch noch die Chance einer Rettung besteht, ließen die Betreiber offen.
"Es ist uns eine Freude, zu sehen, wie aus unseren Stoffen und den Schnitten unserer Partner*innen wunderbare Unikate entstanden sind. Wir hoffen, dass eure Nähmaschinen auch in Zukunft niemals stillstehen", hieß es in einer schließenden Botschaft.
Titelfoto: Jennifer Brückner/dpa
