Bonn – Für viele Familien gehört sie fest zum Herbst: die Kastanien-Aktion von Haribo. Doch auch 2026 müssen Kinder auf den Tausch von Eicheln und Kastanien gegen Süßigkeiten verzichten.
Grund dafür ist die Afrikanische Schweinepest (ASP), die in der Region weiterhin bei Wildschweinen auftritt. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.
Über Speichelreste infizierter Tiere können die Erreger an Kastanien oder Eicheln haften und so weiterverbreitet werden. Normalerweise werden sie von Haribo an Wildparks und Tiergehege gegeben.
Die Tradition gibt es bereits seit rund 80 Jahren. Generationen von Kindern haben im Herbst fleißig Kastanien und Eicheln gesammelt und dafür Haribo-Süßigkeiten bekommen.
Schon im vergangenen Jahr musste die Aktion wegen der Schweinepest ausfallen. Wann sie wieder stattfinden kann, ist derzeit offen.
Statt Kastanien gibt es jetzt einen Haribo-Wald
Ganz auf eine Herbstaktion will der Süßigkeiten-Gigant trotzdem nicht verzichten. In Bad Neuenahr-Ahrweiler soll deshalb ein mehr als zwei Hektar großer Haribo-Wald entstehen.
Im November ist dafür eine gemeinsame Pflanzwoche geplant. Kinder aus Schulen in der Region können dabei selbst mit anpacken und Bäume pflanzen. So sollen sie weiterhin draußen aktiv sein und gleichzeitig etwas für die Natur tun - ähnlich wie bei der früheren Kastanien-Aktion.
Süßigkeiten gibt es dafür aber nicht. Stattdessen bekommen die Schulen für ihren Einsatz eine finanzielle Unterstützung von Haribo.