"World Wide Wohnzimmer": Daniel Küblböck muss für fiesen Lacher herhalten

Berlin/Düsseldorf - Mit über 750.000 Abonnenten gehören die Zwillinge Dennis und Benni Wolter (beide 27) mit ihrer Webshow "World Wide Wohnzimmer" zu den Großverdienern auf YouTube. Ganz aktuelle Themen werden hitzig bis humorvoll diskutiert. Oft schlagen sie dabei über die Strenge. Noch geht das System auf, die Fanbase wächst, aber ist das Duo mit einem Scherz auf Kosten von Daniel Küblböck (33) diesmal wirklich zu weit gegangen?

Benni Wolter kommt auf DSDS zu sprechen.
Benni Wolter kommt auf DSDS zu sprechen.  © Screenshot/YouTube

Kern der aktuellsten Folge ist unter anderem das Comeback der Musikshow "The Dome".

So sprach der 28-Jährige davon, dass die Internetzwillinge Lisa und Lena (beide 15) die Neuauflage moderieren dürfen und sich damit eventuell einige neue Chancen ergeben könnten.

Doch darin verpackte Benni eine ganz böse Anspielung auf den verunglückten Ex-DSDS-Star: "Wer weiß, vielleicht überzeugen uns die beiden 'Tik-Tok'-Stars und rocken das Ding. Und vielleicht haben Lisa und Lena nach diesem großen Erfolg ja noch Bock andere Sendungen zu moderieren. [...] 'DSDS' ist für viele Künstler ein riesen Sprungbrett – manchmal sogar im wahrsten Sinne des Wortes".

Und um ihre Aussage zu verstärken, setzt das Gespann auch auf visuelle Reize. So versinkt zusätzlich am Bildrand auch noch das "DSDS"-Logo mit einem Platscher ins Wasser. Die Anspielung ist unmissverständlich.

Daniel Küblböck (33) stürzte am 9. September vom Bord der "AIDAluna".
Daniel Küblböck (33) stürzte am 9. September vom Bord der "AIDAluna".  © DPA

Da nützt am Ende auch der Einsatz von YouTube-Star Tim Bergmann (29, "Herr Bergmann") nichts, der noch versucht, die Situation zu retten und Kritiker in den Startlöchern zu besänftigen.

"Du, das ist eine ernst zunehmende Krankheit. Das weißt du, ne? Darüber Scherze zu machen, finde ich jetzt schon ziemlich assi".

Doch so löblich wie diese Anmerkung auch sein mag, der ironische Unterton schadet der Absicht. Die Fans strafen das nicht ab und feiern das Duo sogar dafür, schließlich lebt das Format von seinen Beleidigungen, Hatern und der Ironie.

Einen regelrechten Shitstorm ereilte aber zwei Tage nach dem Verschwinden von Küblböck am 9. September Moderator Niels Ruf.

Auf Twitter schrieb der Fernsehmoderator: "Endlich gibt's einen, bei dem ein Wiederauftauchen aus der Versenkung n o c h unwahrscheinlicher ist als bei mir."

Den Tweet versehrte er noch mit einem GIF. Darauf zu sehen: Ein Mann, der in voller Montur in einen Pool springt. Damit auch keine Zweifel aufkommen, auf wen diese Anspielung gerichtet ist, fügte er dem Tweet noch die Hashtags #kueblboeck und #küblböck hinzu.

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