Von Florentine Dame, Bettina Grönewald
Köln/Düsseldorf - Tausende Freiwillige haben die Uferbereiche von Rhein, Ruhr und weiteren nordrhein-westfälischen Flüssen von Müll und Unrat befreit und dabei allerlei kuriose Funde gemacht. Ein im Wasser verborgenes Objekt rief in Köln aber die Behörden auf den Plan.
Allein in der Landeshauptstadt Düsseldorf machten nach Angaben des Veranstalters rund 6000 Helfer bei der Aktion "Rhine Clean Up" mit.
In Köln wurde demnach eine Granate aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden, um die sich die Behörden umgehend kümmerten.
Auch darüber hinaus hatte das Niedrigwasser der letzten Zeit einiges freigelegt, was jahrelang verborgen war: Unter anderem seien Autoreifen, Motorenteile und ein Anker entdeckt worden, berichtete ein Sprecher des Organisationsteams.
Besonders große Teile hätten noch gar nicht geborgen werden können, sondern warteten in den kommenden Wochen auf schweres Gerät der kommunalen Behörden.
Bundesweit rund 40.000 Menschen an "Rhine Clean Up" beteiligt - auch NRW-Umweltminister Oliver Krischer war dabei
Bundesweit waren laut Schlussbilanz rund 40.000 Menschen am Rhein sowie an 30 weiteren Flüssen aktiv. Von deutschlandweit 300 Tonnen Müll seien 30 Tonnen in Düsseldorf gesammelt worden - vorwiegend Plastik und Glas.
In ungewohnter Rolle als Müllmann war mit langer Zange und großem blauem Abfallsack NRW-Umweltminister Oliver Krischer (57, Grüne) auf den Düsseldorfer Rheinwiesen im Einsatz. Auch in Köln, Bonn und am Niederrhein gab es viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Das "Rhine Clean Up" wird von den Veranstaltern als "größte Müllsammelaktion Mitteleuropas" bezeichnet.
2018 hatte man sich noch nur den Rhein vorgenommen, mittlerweile wird auch an vielen anderen deutschen Flüssen am zweiten Samstag im September Abfall zusammengetragen und entsorgt. In NRW machten auch Initiativen entlang der Ruhr, der Lippe und der Niers mit.