Entscheidung da: Bonner Nordbrücke bleibt dicht und wird abgerissen

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Von Jonas-Erik Schmidt

Bonn - Die Bonner Nordbrücke bleibt dicht! Das hat unter anderem das NRW-Verkehrsministerium um Patrick Schnieder (58, CDU) entschieden.

Die Bonner Nordbrücke soll schon im nächsten Monat abgerissen und anschließend neu gebaut werden.
Die Bonner Nordbrücke soll schon im nächsten Monat abgerissen und anschließend neu gebaut werden.  © Thomas Banneyer/dpa

An der linksrheinischen Vorlandbrücke sei der Schaden noch größer als angenommen, erklärte der CDU-Politiker nach der zweiten Sitzung eines Lenkungskreises von Bund, Land und Kommunen in Bonn.

Die Brücke solle nun abgerissen und neu gebaut werden. 

Dabei gehe es jetzt um Schnelligkeit, sagte Schnieder. Das Vergabeverfahren werde sofort starten, sodass möglichst noch im Juli mit dem Abriss begonnen werden könne. Ziel sei es, dass die neue Brücke spätestens Ende 2028 für den Verkehr geöffnet werden kann.

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Die Bonner Nordbrücke ist Teil der A565 und die wichtigste Ost-West-Verbindung für die Region. Sie stammt aus den 1960er Jahren und ist marode.

Bereits seit Februar galt ein Fahrverbot für Lastwagen über 7,5 Tonnen. Anfang Juni wurde die Autobahnbrücke über den Rhein dann unerwartet komplett für den Verkehr gesperrt. Aktuelle Prüfungen hätten strukturelle Schäden am Tragwerk ergeben, teilte die Autobahn GmbH zur Begründung mit.

Für die Region wurde die Sperrung zum großen Problem - der ADAC sprach von einer "Vollkatastrophe". Viele Autofahrer würden in den Kölner Raum ausweichen und dort das ohnehin schon am Limit laufende Verkehrssystem belasten.

Auch die Wirtschaft zeigte sich extrem besorgt. "Die Rheinbrücken sind die Lebensadern unserer Region", erklärte die IHK Bonn/Rhein-Sieg.

Titelfoto: Thomas Banneyer/dpa

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