Inflation in NRW steigt auf höchsten Stand seit Januar 2024: Hier müsst Ihr richtig tief in die Tasche greifen

Von Helge Toben

Düsseldorf - Die Verbraucherpreise in Nordrhein-Westfalen liegen im März rund 2,7 Prozent höher als noch vor einem Jahr. Die Inflationsrate sei damit auf den höchsten Wert seit Januar 2024 gestiegen, teilte das Statistische Landesamt in Düsseldorf mit. Damals betrug der Wert 3,0 Prozent.

Die Spritpreise stiegen im März um satte 20,6 Prozent.
Die Spritpreise stiegen im März um satte 20,6 Prozent.  © Patrick Pleul/dpa

Vor allem Kraftstoffe waren infolge des Iran-Kriegs deutlich teuer als vor einem Jahr. Im Schnitt stiegen die Preise um 20,6 Prozent. Günstiger als im März 2025 waren hingegen Fernwärme (minus 2,3 Prozent) und Strom (minus 2,6 Prozent).

Nahrungsmittel wurden im Schnitt 0,4 Prozent teurer. Bei Obst lag das Plus bei 4,8 Prozent, für Fleisch und Fleischwaren mussten Verbraucherinnen und Verbraucher 3,2 Prozent mehr ausgeben.

Speisefette und -öle wurden dagegen günstiger. Die Preise sanken um 19,3 Prozent. Unter anderem war Butter fast 32 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor. Die Preise für vegetarische oder vegane Getreideprodukte sanken um 13,0 Prozent.

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Bei Dienstleistungen mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher unter anderem Steigerungen für Übernachtungen (6,3 Prozent) und Kulturdienstleistungen (3,6 Prozent) tiefer in die Taschen greifen als noch im März 2025.

Rechnet man die Preisentwicklung für Nahrungsmittel und Energie aus dem Verbraucherpreisindex raus, erhält man die sogenannte Kerninflation. Sie lag den Angaben zufolge zwischen März 2025 und März 2026 um 2,4 Prozent.

Kinderkleidung im März teurer als im Februar

Nahrungsmittel wurden im März im Schnitt 0,4 Prozent teurer. (Symbolfoto)
Nahrungsmittel wurden im März im Schnitt 0,4 Prozent teurer. (Symbolfoto)  © Hendrik Schmidt/dpa

Auch im Vergleich zum Februar 2026 registrierten die Statistik-Experten deutliche Preisänderungen. Neben dem starken Anstieg der Kraftstoffpreise verzeichnete die Behörde auch ein Plus bei Bekleidung (4,1 Prozent). Vor allem hätten die Preise für Kinderbekleidung (6,6 Prozent) und Damenbekleidung (5,0 Prozent) zugelegt.

Gurken waren dagegen im März wieder deutlich günstiger als im Februar. Im Schnitt sank der Gurkenpreis um 22,6 Prozent. Für Kopf- oder Eisbergsalat wurden 8,6 Prozent weniger fällig.

"Passend zum Beginn der Grillsaison sanken auch die Preise für Bratwurst (minus 3,9 Prozent) und Ketchup (minus 3,8 Prozent)", hieß es weiter.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa

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