Mit Weltmeisterpower für Olympia: NRW startet Sportkampagne

Von Jana Glose, Jonas Reihl

Köln - Nordrhein-Westfalen will unbedingt Ausrichter der Olympischen Sommerspiele werden. Extra dafür wurde nun eine besondere Kampagne gestartet, inklusive Weltmeisterpower.

Soll NRW Olympia-Ausrichter werden? Darüber dürfen rund vier Millionen Menschen am 19. April entscheiden. (Symbolbild)  © Rolf Vennenbernd/dpa

"Nordrhein-Westfalen macht Deutschland und der Welt das Angebot für die kompaktesten, nachhaltigsten und spektakulärsten Spiele mit Zuschauerrekorden vor Rekordkulissen", sagte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU, 50), der in der Lanxess-Arena in Köln bei einer Pressekonferenz am Montag den Startschuss für die Kampagne gab.

Drei Monate vor den geplanten Ratsbürgerentscheiden wollen Land, Kommunen und Sportorganisationen für ein positives Votum in der Bevölkerung werben.

Rund vier Millionen Menschen sind am 19. April dazu aufgerufen, in den 17 bei einer möglichen Ausrichtung des Großereignisses beteiligten Städten und Kommunen über die Bewerbung für die Ausrichtung der Spiele abzustimmen.

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Für Aufmerksamkeit im öffentlichen Raum sollen Licht-Video-Installationen des Bielefelder Künstlers Hans-Christoph Mücke in vier Städten sorgen.

Daneben soll sich ein prominent besetztes Team aktiv in die NRW-Bewerbung einbringen und mit seiner Expertise Impulse geben. Dazu gehören der Fußball-Weltmeister Christoph Kramer (34), der Para-Leichtathlet Markus Rehm (37), die Olympiasiegerin und Spitzensportfunktionärin Britta Heidemann (43), die Dressurreiterin Isabell Werth (56) sowie Ex-Ministerpräsident Peer Steinbrück (79).

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Setzen sich für eine Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele in NRW ein (v.l.n.r.): Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester (63, SPD), Dressurreiterin Isabell Werth (56), Para-Leichtathlet Markus Rehm (37), NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU, 50), Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann (43), Ex-Ruderer Sebastian Schulte und Peer Steinbrück, ehemaliger Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.  © Rolf Vennenbernd/dpa
Auch Fußball-Weltmeister Christoph Kramer (34) setzt sich für NRW aus Ausrichter der Olympischen Sommerspiele ein.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Nordrhein-Westfalen hat Konkurrenz aus München, Berlin und Hamburg

Die Ratsbürgerentscheide im April werden ausschließlich per Briefwahl durchgeführt. Je nach Größe der Kommune ist ein Quorum von zehn bis 20 Prozent der Wahlberechtigten erforderlich. Ein positives Votum gilt als Voraussetzung für den weiteren Bewerbungsprozess auf nationaler Ebene.

Neben Nordrhein-Westfalen bewerben sich auch München, Berlin und Hamburg um eine mögliche deutsche Kandidatur für die Sommerspiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will im Herbst 2026 entscheiden, welcher Bewerber Deutschland im internationalen Verfahren vertreten soll.

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