Schützenfest und sonst nichts? Landesgartenschau soll Vielfalt von NRW-Stadt zeigen

Von Volker Danisch

Neuss - Römerstadt, Schützenfest, Shakespeare-Festival: Neuss ist für seine lange Geschichte und seine traditionsreichen Veranstaltungen bekannt. Mit der Landesgartenschau (16. April bis 11. Oktober) will die 160.000 Einwohner zählende Nachbarstadt von Düsseldorf Vielfalt und Nachhaltigkeit zeigen.

Der Neusser Bürgermeister Reiner Breuer (56, SPD) fiebert der Landesgartenschau in seiner Stadt entgegen.  © Guido Kirchner/dpa

"Wir erhoffen uns nicht nur sozusagen, dass man einmal Neuss kennenlernt, sondern, dass man es richtig kennenlernt mit seiner ganzen Vielfalt. Neuss ist eben mehr als Schützenfest", sagte Bürgermeister Reiner Breuer (56, SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Das Schützenfest-Brauchtum sei gleichwohl eng mit der Stadt verbunden.

Auf dem Gelände der früheren Pferderennbahn sei ein neuer "Stadtpark im Herzen der Stadt" mit über 2200 neu gepflanzten Bäumen entstanden.

"95 Prozent dessen, was dort gebaut wird, bleibt auch dauerhaft erhalten", betont Breuer. Es würden am Ende der Schau nur wenige Blumenbeete zurückgebaut.

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Teil der Landesgartenschau seien neben Mustergärten und Blumen drei große Abenteuerspielplätze sowie große Erholungs-, Freizeit- und Kulturräume. Auch ein buntes Programm für Jung und Alt mit über 1000 Veranstaltungen gehöre dazu, "die wir in dieser Zeit sozusagen in einem Sommer feiern wollen".

"Wir erwarten mindestens 650.000 Besucherinnen und Besucher", erklärte der Bürgermeister.

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Verbesserte Lebensqualität in der Stadt

Das 38 Hektar große Gelände liege nur einen "Steinwurf von der City" entfernt. Es sei so von dort zu Fuß erreichbar, habe aber auch eine eigene Straßenbahnhaltestelle, 850 Parkplätze und einen Radschnellweg in der Nähe, zählt er auf.

Die Investitionen verbesserten das Freizeit- und Erholungsangebot und die Lebensqualität in der Stadt. "Wir haben Kosten, die sowieso entstanden wären, um die 20 Millionen Euro, um eben diese grüne Lunge zu erhalten."

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