Spendenaktion für Kinder von toter Frau aus NRW: "Soll ihnen helfen, ihren weiteren Weg zu gehen"

Euskirchen - Die Mutter tot, der Vater wegen dringendem Tatverdacht eines Tötungsdelikts in U-Haft - was die beiden Kinder der 46-Jährigen aus Euskirchen (NRW) derzeit durchmachen, kann sich wohl kaum ein Mensch ausmalen. Um ihnen zumindest die finanziellen Sorgen abzunehmen, wurde eine Spendenkampagne gestartet.

Die 46-Jährige hinterlässt zwei Kinder.  © Fahndungsportal Polizei NRW

"Jeder Euro, der zusammenkommt, soll den beiden Kindern zugutekommen und ihnen helfen, ihren weiteren Weg zu gehen – bei den alltäglichen Kosten, bei ihrer Ausbildung, für ihre Zukunft und für all das, was nach einem solchen Verlust plötzlich geregelt und finanziert werden muss", schreiben die beiden Initiatoren der Aktion auf der Plattform "GoFundMe".

Inzwischen sind schon 33.264 Euro (Stand: 7. Oktober, 11.45 Uhr) eingegangen. Zum Spendenziel von insgesamt 35.000 Euro fehlen damit nur noch wenige tausend Euro.

Mit der Tochter der 46-Jährigen besteht laut den Organisatoren Kontakt. "Sie weiß von der Spendenaktion und hat sich herzlich für die große Anteilnahme und Unterstützung bedankt", heißt es dazu.

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Die Frau wurde am 25. September zuletzt gesehen und war anschließend als vermisst gemeldet worden. Knapp eine Woche später, am 1. Oktober, wurde schließlich ihre Leiche in einem Waldstück bei Zülpich gefunden.

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Nach ihrem Verschwinden wurde zunächst ein Wertstoff- und Recyclinghof durch Einsatzkräfte von Polizei und Technischem Hilfswerk (THW) durchsucht ...  © Thomas Banneyer/dpa
... ehe die Beamten in einem Waldstück in Zülpich fündig wurden und dort die Leiche der 46-Jährigen bargen.  © Benjamin Westhoff/dpa

Festgenommener Ehemann äußert sich in TV-Interview

Wie sie zu Tode gekommen ist, ist bislang unklar. Bereits kurz nach dem Leichenfund wurde allerdings ihr Ehemann (51) festgenommen, der laut Polizei unter dringendem Tatverdacht stehe und aktuell in U-Haft in Bonn sitzt. Der Mann habe sich bislang aber nicht zu den Vorwürfen äußern wollen, weswegen man auch noch keine Angaben zu einem möglichen Motiv machen könne, so die Ermittler.

Kurz zuvor hatte der 51-Jährige noch ein TV-Interview bei RTL gegeben und darin beteuert, dass er nicht wisse, "was Sache ist" und die Situation seit dem Verschwinden seiner Ehefrau für ihn und die gemeinsamen Kinder "relativ schwer" sei. Zudem betonte er, er habe sie "noch nie irgendwie angepackt oder sonst irgendwas".

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