Terroranschlag von Solingen: Welche Rolle spielen SMS von Ex-Ministerin?

Von Bettina Grönewald

Düsseldorf - Im Streit um fehlende Unterlagen für den Untersuchungsausschuss zur Aufklärung des Solinger Terroranschlags hat die nordrhein-westfälische Regierung nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur nachgeliefert.

Ex-NRW-Familienministerin Josefine Paul (43) steht wegen des Solingen-Anschlags in der Kritik.
Ex-NRW-Familienministerin Josefine Paul (43) steht wegen des Solingen-Anschlags in der Kritik.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Am Vormittag sind demnach weitere Aktenbestände übermittelt worden, wie die dpa in Düsseldorf aus Kreisen des Flüchtlingsministeriums erfuhr.

Darunter sei auch die von der Opposition geforderte SMS-Kommunikation, die vor allem Textnachrichten der damaligen Fluchtministerin Josefine Paul (43, Grüne) vom Tatwochenende eingefordert hatte. SPD und FDP hatten der Regierung ein Ultimatum gestellt, Pauls gesamte dienstliche Chat-Kommunikation vom Anschlagswochenende bis zum 30. Januar vorzulegen.

Am Vormittag erörtert der Landtag das Thema auf Antrag der FDP-Opposition in einer Aktuellen Stunde. Paul war am Dienstag von ihrem Ministeramt zurückgetreten und hatte das damit begründet, dass polarisierende Debatten um ihre Person die Aufklärungsarbeit im U-Ausschuss behinderten.

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In der Aktuellen Stunde wird Pauls Nachfolgerin Verena Schäffer (39, Grüne) sich erstmals als neue Fluchtministerin zu dem Komplex äußern.

Textnachrichten nähren Zweifel an Pauls Darstellungen

Eine Fragestunde des Landtags am vergangenen Mittwoch hatte aus Sicht der Opposition nicht genügend Antworten gebracht. Medienberichte hatten zwei SMS zutage gefördert, die dem Ausschuss bis dahin nicht vorgelegt worden waren.

Aus Sicht der Opposition nähren die Textnachrichten Zweifel an Pauls bisherigen Darstellungen zur regierungsinternen Kommunikation.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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