Übernahme geplant: Rheinische Post stärkt Position in Nordrhein-Westfalen

Von Arne Meyer

Düsseldorf - Die Rheinische Post Mediengruppe in Düsseldorf will die Westfälische Medien Holding AG ("Westfälische Nachrichten", "Westfalen-Blatt") kaufen.

Die Rheinische Post Mediengruppe will die Westfälischen Nachrichten und das Westfalen-Blatt übernehmen. (Archivfoto)
Die Rheinische Post Mediengruppe will die Westfälischen Nachrichten und das Westfalen-Blatt übernehmen. (Archivfoto)  © Thomas Banneyer/dpa

Man habe eine Vereinbarung zur Übernahme sämtlicher Aktien getroffen, teilten die Unternehmen mit. Der Kauf stehe unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch das Bundeskartellamt. Über Details der Transaktion sei Stillschweigen vereinbart worden.

Die Rheinische Post Mediengruppe soll durch die Übernahme der Westfälischen Medien Holding AG (WMH) zur auflagenstärksten Tageszeitungs-Verlagsgruppe in Nordrhein-Westfalen aufsteigen.

"Vor allem im Digitalbereich bietet der neue, größere Verbund zusätzliche Wachstumspotenziale für alle WMH-Titel", hieß es in einer Mitteilung.

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Die WMH gibt neben den "Westfälischen Nachrichten" in Münster und dem "Westfalen-Blatt" in Bielefeld auch die "Münstersche Zeitung", das "Westfälische Volksblatt" und die "Allgemeine Zeitung Coesfeld" heraus.

Die Rheinische Post Mediengruppe gehört nach eigenen Angaben zu den auflagenstärksten regionalen Zeitungsverlagen Deutschlands mit derzeit etwa 2800 Beschäftigten. Sie verlegt in Nordrhein-Westfalen auch den Bonner "General-Anzeiger". 

Zudem ist das Unternehmen mehrheitlich an der Saarbrücker Zeitungsgruppe ("Saarbrücker Zeitung", "Trierischer Volksfreund" und "Pfälzischer Merkur") beteiligt. Der Umsatz der Mediengruppe lag nach Verlagsangaben 2024 bei rund 470 Millionen Euro.

Titelfoto: Thomas Banneyer/dpa

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