Reis kochen ist gar nicht schwer – so einfach geht es richtig

Angebrannt? Zu matschig? Mit der richtigen Methode zum Reis Kochen gelingt es immer.

Um den perfekten Reis kochen zu können, sollte man auf die Sorte, die Wassermenge und die Garzeit achten.
Um den perfekten Reis kochen zu können, sollte man auf die Sorte, die Wassermenge und die Garzeit achten.  © 123RF / lsantilli

Reis ist ein unheimlich vielseitiges Lebensmittel, dass man als kompakte Beilage, als luftig lockere Hauptzutat mit Fleisch und Gemüse oder in Form gebracht zum Beispiel als Sushi-Rolle genießen kann.

Doch Reis richtig zu kochen gelingt vielen nicht. Entweder wird er zu matschig, weil er zu lange in zu viel Wasser zubereitet wurde, er brennt an, weil er in zu wenig Wasser gekocht wurde oder man nimmt ihn zu früh von der Kochstelle, sodass der Kern zu hart bleibt.

Das einfachste ist natürlich, man lässt einen Reiskocher die Arbeit perfekt erledigen, aber nicht alle wollen für ein Nahrungsmittel ein extra Gerät anschaffen. Natürlich geht es auch mit einem Kochtopf und Wasser. Wie?

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Das zeigt dieser TAG24-Ratgeber und beantwortet dabei Fragen wie, wie lange muss Reis kochen, wie viel Wasser benötigt man und wie viel sollte man mengenmäßig einplanen?

Weitere Tipps und Küchenhacks gibt's außerdem auf der Themenseite "Küchenwissen".

Reis richtig kochen: Wie viel Wasser kommt auf eine Tasse Reis?

Wie viel Reis pro Person?

Für ein normales Hauptgericht sollte man etwa 120 Gramm Reis pro Person einplanen. Diese Menge passt in etwa in eine normale Kaffeetasse (Hinweis: nicht Kaffeebecher!) oder ein kleines Dessertschälchen.

Wie viel Wasser?

Auf eine Tasse Reis kommen etwa zwei Tassen Wasser.

Wer ohne Tasse arbeitet, dem hilft diese Faustregel:

Fingermethode zum Reis Kochen

  • Befülle den Topf gleichmäßig mit Reis.
  • Stecke Deinen Zeigefinger so in den Topf, dass Deine Fingerspitze den Reis berührt.
  • Nun füge so viel Wasser hinzu, bis Dein erstes Fingergelenk im Wasser steht.

Diese Methode ist nicht zu hundert Prozent zuverlässig, da sich die Verhältnisse ändern, wenn man beispielsweise einen sehr breiten Topf verwendet oder extrem viel Reis eingefüllt hat. Wer aber etwa zwei Portionen einfüllt und einen herkömmlichen kleinen Kochtopf einsetzt, kann sich gut daran orientieren.

Eine Tasse oder ein Schälchen Reis entspricht etwa einer Portion.
Eine Tasse oder ein Schälchen Reis entspricht etwa einer Portion.  © 123rf/serezniy

Wie lange muss Reis kochen?

Reis wird am besten, wenn er in Etappen mit unterschiedlichen Temperaturen zubereitet wird.

Reis richtig kochen in nur drei Schritten:

1. Schritt: Fülle den gewaschenen Reis in den Kochtopf und bringe das Wasser auf hoher Stufe ohne Deckel zum Kochen. Lasse den Reis für wenige Minuten kochen.

2. Schritt: Reduziere die Temperatur und koche den Reis mit Deckel für etwa zehn Minuten bei schwacher bis mittlerer Hitze.

3. Schritt: Lasse den Reis auf dem heißen Herd stehen, aber schalte ihn aus. Der Reis sollte nun für etwa 10 Minuten mit Deckel ruhen.

Bei allen Schritten sollte der Reis zwischendurch umgerührt werden.

Weitere Tipps für den perfekten Reis

Neben der Zubereitung spielen noch weitere Faktoren eine Rolle, um den perfekten Reis zaubern zu können. Zwei wichtige Tipps:

Festen oder lockeren Reis kochen?

Ähnlich wie bei Kartoffeln ist auch bei Reis der Stärkegehalt für die Festigkeit verantwortlich, da Stärke bei Hitze Wasser bindet. Zwar wird Reis immer weicher, je länger man ihn kocht, aber ob man lockeren oder klebrig-festen Reis bekommt, hängt vor allem von der Sorte ab.

  • Wer eher lockeren Reis möchte, sollte zu Langkornsorten wie Basmatireis greifen.
  • Wer klebrigen, prallen Reis, der viel Wasser aufnehmen kann, möchte, sollte zu Rundkornreis greifen – zum Beispiel als Sushi-Reis deklariert.
Reis sollte vor dem Kochen unbedingt gut gewaschen und das milchige Wasser weggegossen werden.
Reis sollte vor dem Kochen unbedingt gut gewaschen und das milchige Wasser weggegossen werden.  © 123RF / Olga Yastremska

Muss man Reis vor dem Kochen waschen?

Auf jeden Fall! Einerseits wird dadurch überflüssige Stärke abgewaschen, die man in der Menge selbst bei Klebereis nicht möchte, denn sonst wird der Reis eher matschig als schön körnig-klebrig.

Außerdem nimmt Reis beim Wachsen krebserregendes Arsen aus dem Boden sowie Mineralöle auf wie unter anderem die Experten von Ökotest herausfanden (TAG24 berichtete im Artikel "Erschreckender Reis-Test: Krebserregende Stoffe in zwölf Marken entdeckt"). Diese Stoffe können zumindest zum Teil ausgewaschen werden.

Daher: Ja, man sollte Reis vor dem Kochen waschen.

Fazit: Mit etwas Geduld gelingt der perfekte Reis

Wer den Reis ungeduldig ohne Etappen auf hoher Stufe zerkocht, muss auf den vollen Geschmack und eine perfekte Konsistenz verzichten.

Wer aber die richtige Sorte passend zum Gericht wählt, den Reis gut wäscht und ihm bei der Zubereitung genügend Zeit lässt, sich richtig zu entwickeln, bekommt den perfekten Reis.

TAG24 wünscht gutes Gelingen!

Titelfoto: 123RF / lsantilli

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