Vitaminreich durch den Winter: So müsst Ihr Gemüse lagern, damit es länger frisch bleibt

Deutschland - Heimische Kartoffeln, Kohl, Möhren oder Kürbis sind die Evergreens der Küche in der kalten Jahreshälfte. Als schmackhaftes Wintergemüse bereichern sie jeden Speiseplan. Das Wissen um die Lagerung dieser robusten Arten ist sehr alt. Es gerät aber leider zunehmend in Vergessenheit. Das ist in vielerlei Hinsicht schade, denn die richtige Lagerung entscheidet nicht nur über Haltbarkeit und Geschmack, sondern auch darüber, dass wertvolle Nährstoffe nicht verloren gehen.

Mit unseren Tipps bleibt Euer Gemüse länger frisch! (Symbolfoto)  © 123RF/gostudio

Hier ein Auffrischungskurs für das Gedächtnis und Tipps der Verbraucherzentrale Sachsen, wie das Gemüse daheim am besten lange frisch bleibt.

Historischer Exkurs

Lange bevor Kühlschränke und Supermärkte zum Alltag gehörten, sicherte Lagergemüse die Versorgung über den Winter. Arten wie Kartoffeln, Weißkohl, Rotkohl, Möhren, Rote Bete, Sellerie, Pastinaken und Zwiebeln sind von Natur aus dafür geeignet, mehrere Monate gelagert zu werden.

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In Deutschland werden diese Gemüse im Herbst geerntet und sind den ganzen Winter über aus regionalem Anbau erhältlich – frisch vom Feld oder aus dem Lager der Direktvermarkter.

Kühl, dunkel und luftig – diese drei Faktoren sind entscheidend für die optimale Aufbewahrung von Lagergemüse. Dabei ist zu beachten, dass die Gemüse ganz unterschiedliche Bedürfnisse haben.

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Kartoffeln

Kartoffeln benötigen eine Temperatur zwischen 4 und 8 Grad. Im Licht bilden sie giftiges Solanin und werden grün. Ideal sind dunkle Kellerräume, Speisekammern oder spezielle Kartoffelkisten. Alternativ können Kartoffeln auch in luftigen, abgedunkelten Behältern in kühleren Räumen der Wohnung lagern. Plastiktüten sind ungeeignet, da sich darin Feuchtigkeit staut.

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Die Kartoffel ist eine Allzweckwaffe aus der sich viele leckere Gerichte kochen lassen.  © 123RF/markoaliaksandr

Kohlsorten

Kohlsorten wie Weißkohl oder Rotkohl mögen es ebenfalls kühl (0 bis 4 Grad). Im Gemüsefach des Kühlschranks bleiben sie mehrere Wochen frisch. Tipp: Angeschnittene Köpfe mit Frischhaltefolie abdecken und aufbewahren.

Seid Ihr eher Team Weiß- oder Team Rotkohl?  © 123RF/oxyzay

Wurzelgemüse

Möhren, Rote Bete, Sellerie und Pastinaken bleiben am längsten frisch, wenn sie in feuchten Sand eingeschlagen werden. Traditionell passierte das im Erdkeller. Gemüsefächer in modernen Kühlschränken übernehmen aber auch diese Funktion. Wichtig: Grünes Laub vorher entfernen, sonst entzieht es dem Gemüse Feuchtigkeit.

Immer daran denken: Ohne das grüne Laub bleibt das Gemüse länger frisch.  © 123rf/maxsheb

Zwiebeln und Knoblauch

Zwiebeln und Knoblauch brauchen Trockenheit und Luftzirkulation. Am besten lagert man sie in Netzen, geflochtenen Zöpfen oder offenen Körben an einem kühlen, trockenen Ort. Unbedingt beachten: Kartoffeln nicht zusammen mit Zwiebeln und Knoblauch aufbewahren, denn beide sondern Gase ab, die das jeweils andere Gemüse schneller verderben lassen.

Diese beiden "Experten" peppen (fast) jedes Gericht auf.  © 123RF/irinakompaniets

Kürbisse

Kürbisse können bei Zimmertemperatur mehrere Monate halten, solange sie trocken und luftig stehen. Angeschnittene Kürbisse gehören abgedeckt mit Frischhaltefolie in den Kühlschrank. Dort halten sie sich ein paar Tage, sollten dennoch rasch verbraucht werden.

Herbstzeit ist auch Kürbiszeit.  © 123RF/nblxer

Tipp: regional kaufen, richtig lagern, Geld sparen

Wer regionales Lagergemüse in größeren Mengen beim Direktvermarkter kauft und zu Hause fachgerecht aufbewahrt, spart nicht nur Geld. So lassen sich auch Berge von Verpackungsmüll und häufige Einkaufsfahrten reduzieren.

Eine Übersicht mit Hofläden und Direktvermarktern in der Region findet Ihr hier: www.verbraucherzentrale-sachsen.de/lebensmittel-aus-der-region

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