Weihnachtsstern Pflege: Diese Fehler macht fast jeder

Weihnachtssterne zählen zu den begehrtesten Zierpflanzen in der Weihnachtszeit. Leider verliert die Weihnachtsblume oft schnell ihre farbigen Blätter, sodass die anfängliche Freude rasch zu einem unansehnlichen Ärgernis wird. Die Lösung für anhaltend schöne Weihnachtssterne liegt in der richtigen Pflege.

Bei richtiger Pflege wachsen Weihnachtssterne zu dichten Sträuchern heran.
Bei richtiger Pflege wachsen Weihnachtssterne zu dichten Sträuchern heran.  © unsplash/Jeffrey Hamilton

Weihnachtssterne (Euphorbia pulcherrima) gehören zur Familie der Wolfsmilchgewächse. Der in ihnen enthaltene Milchsaft macht nicht nur Flecken, sondern ist giftig, was vor allem Haustierbesitzer beachten sollten. Aufgrund der Farbenvielfalt ist die auch als Adventsstern, Christstern oder Poinsettie bezeichnete Pflanze als Weihnachtsdekoration sehr beliebt.

Ursprünglich stammen diese Pflanzen aus Mexiko, wo sie in ihrer Wildform als kleine, dichte und immergrüne Bäumchen bis zu 4 Meter hoch werden können. Hierzulande werden die kultivierten Pflanzen bei guter Pflege bis zu 60 Zentimeter hoch.

Die eigentlichen Blüten sind im Vergleich zu den farbigen Schmuckblättern relativ unscheinbar und befinden sich in deren Zentrum. Weihnachtssterne blühen von November bis Februar. Unter den richtigen Bedingungen überstehen die Gewächse mehrere Jahre.

Da Weihnachtssterne sehr empfindlich sind, verlieren sie bei falscher Behandlung schnell die Blätter. Dabei ist die Pflege von Weihnachtssternen nicht sehr aufwendig. Der TAG24-Ratgeber erklärt Dir, wie Dein Weihnachtsstern lange Zeit Deine Wohnung verschönert.

Weihnachtssterne gibt es in verschiedenen Farben, welche durch Kultivierung und Züchtung entstanden sind.
Weihnachtssterne gibt es in verschiedenen Farben, welche durch Kultivierung und Züchtung entstanden sind.  © Unsplash/Annie Spratt

Weihnachtsstern kaufen: Darauf solltest Du achten

Wer lange einen schönen Weihnachtsstern haben möchte, sollte nicht unbedingt einen billigen mit Glitzer aus dem Supermarkt nehmen. Diese sind meist günstig, weil an entscheidenden Stellen z. B. bei guter Erde und klimatischen Bedingungen beim Transport gespart wurde.

Es empfiehlt sich, einen Weihnachtsstern beim Floristen, im Gartenzentrum oder in anderen Fachgeschäften zu erwerben. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass die Pflanze gesund ist.

Ein hochwertiger und gesunder Weihnachtsstern lässt sich beim Kauf an folgenden Aspekten erkennen:

  • alle Blätter sehen frisch, knackig und gesund aus
  • die Pflanze verliert keine Blätter und es sind keine Blätter ungewollt verfärbt
  • ein dichtes, grünes und unbeschädigtes Blattwerk unterhalb der farbigen Schmuckblätter
  • Blütenknospen sind vorhanden, geschlossen, gelbgrün und nicht braun
  • die Erde ist weder durchnässt noch ausgetrocknet
  • der Verkaufsort ist gut temperiert (nicht bei Zugluft im Eingangsbereich oder außen bei Kälte)

Hat man sich für ein ansprechendes Exemplar entschieden, sollte es vor dem Transport sicher und geschützt vor niedrigen Temperaturen eingepackt werden. Als Verpackung für den Weihnachtsstern eignen sich Kartons, Wachspapier oder auch eine Kühlbox, wobei die Kühlfunktion nicht in Betrieb sein sollte.

Mit einem Weihnachtsstern im Gepäck geht man am besten schnell nach Hause, packt ihn aus und stellt in an den gewünschten Platz in der Wohnung.

Die eigentliche Blüte vom Weihnachtsstern befindet sich im Zentrum der farbigen Schmuckblätter und sollte beim Kauf möglichst geschlossen sein.
Die eigentliche Blüte vom Weihnachtsstern befindet sich im Zentrum der farbigen Schmuckblätter und sollte beim Kauf möglichst geschlossen sein.  © 1233RF/monphoto

Weihnachtsstern Pflege: So bleibt der Christstern lange schön

Wenn der empfindliche Weihnachtsstern die Blätter verliert, liegt das meistens am falschen Standort oder an der falschen Bewässerung.

Der ideale Standort für Weihnachtssterne ist hell, ohne direkte Sonneneinstrahlung und Zugluft.

Die Temperatur liegt die ganze Zeit über zwischen 16 und 20 Grad. Weihnachtssterne brauchen gleichmäßige Wärme und Feuchtigkeit in der Luft, weswegen sie auch keine trockene Heizungsluft oder Kälte vertragen. Auch Kälte von unten z. B. von einem Steinfensterbrett ist schädlich für die Pflanze. Dagegen hilft z. B. ein Korkuntersetzer.

Weihnachtssterne sollte man besser nicht neben Gemüse und Obst stellen, da sie dort schneller welken.

Beim Gießen des Weihnachtssterns, sollte man stets darauf achten, dass er nicht zu viel Wasser bekommt und keine Staunässe entsteht.

Bei der Bewässerung von dem Weihnachtsstern kann man ruhig sparsam vorgehen, dann der Pflanze lieber etwas zu wenig als zu viel Wasser geben. Am besten gießt man den Christstern mit lauwarmen Wasser, sodass die Erde fingerfeucht ist und lässt sie dann abtrocknen. Je kleiner der Stern und je trockener die Luft im Raum ist, desto öfter muss der Stern gegossen werden.

Weihnachtssterne brauchen trockene Füße. Um Staunässe zu vermeiden, kann man Tongranulat, Korken von Weinflaschen oder Ähnliches in einen Übertopf geben und den Weihnachtsstern darauf stellen. Übertöpfe, bei denen das Wasser abfließen kann oder wo man selbst überschüssiges Wasser abgießen kann, sind ebenfalls geeignet.

Alternativ zum Gießen kann man den Weihnachtsstern auch für wenige Minuten von unten wässern, das Wasser dann gut abfließen lassen und in ebenso in einen präparierten Übertopf stellen.

Ein Blick in den Topf vom Weihnachtsstern lohnt sich, um festzustellen, welche Qualität die Erde hat und ob diese geeignet ist. Das Substrat im Topf sollte in strukturbeständig, luft- und wasserdurchlässig sein. Der optimale der Erde pH-Wert liegt beim Weihnachtsstern zwischen 5,8 und 6,2.

Während der Blütezeit bis Februar muss ein Weihnachtsstern nicht gedüngt werden. Danach kann man ihm regelmäßig mit einem kaliumreichen und stickstoffarmen Dünger die nötigen Nährstoffe zuführen.

Weihnachtssterne sollten weder Kälte noch Regen ausgesetzt sein, weil die empfindlichen Pflanzen sonst schnell ihre Blätter verlieren.
Weihnachtssterne sollten weder Kälte noch Regen ausgesetzt sein, weil die empfindlichen Pflanzen sonst schnell ihre Blätter verlieren.  © unsplash/Mick Haupt

Weihnachtsstern ganzjährig pflegen

Weihnachtssterne sind mehrjährig, weswegen man sie nach Weihnachten keinesfalls wegschmeißen sollte. Dass die Pflanzen nach der Blütezeit alle Blätter verlieren, ist normal. Damit der Christstern lange hält, empfiehlt es sich, diesen vor dem Sommer nach der Ruhephase umzutopfen. Kakteenerde und andere wasserdurchlässige Substrate sind ideal für Weihnachtssterne.

Weihnachtssterne können großzügig zurechtgeschnitten und umgetopft werden. Beim Arbeiten mit der Pflanze sollte man besser Handschuhe tragen, da der Milchsaft die Haut reizt, wodurch unangenehme Entzündungen entstehen und allergische Reaktionen hervorgerufen werden können.

Ab Ende der Blütezeit bis zum Beginn der Wachstumszeit im April braucht der Weihnachtsstern kaum Wasser. Anschließend sollte man ihn stets fingerfeucht halten.

Weihnachtssterne entwickeln ihre Blüten und die typische Färbung der Hochblätter nur, wenn sie mindestens 8 Wochen lang für 12 Stunden pro Tag durchgehend in völliger Dunkelheit stehen. Wer zur Weihnachtszeit einen farbigen Weihnachtsstern möchte, sollte entsprechende Maßnahmen ergreifen und den Christstern auch keinem künstlichen Licht aussetzen.

Möchte man Weihnachtssterne vermehren, dann kann man die Reste vom Rückschnitt verwenden. Die Stecklinge sollten ungefähr acht Zentimeter lang sein und spezielle Erde (Sand mit Anzuchterde) oder Wasser gesetzt werden, bis sie bei einer Temperatur über 22 Grad ausreichend Wurzeln gebildet haben.

Mit der richtigen Pflege hat man an einem Weihnachtsstern alle Jahre wieder Freude und eine festliche Dekoration.

Titelfoto: unsplash/Jeffrey Hamilton

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