Liebe Hunderassen: Diese 8 Hunde sind herzensgut

Du wünschst Dir einen lieben Hund, welcher sich gern unterordnet und für den das Familienleben kein Problem ist? TAG24 stellt Dir acht besonders liebe Hunderassen vor.

Einige Hunderassen wie Border Collies gelten als besonders lieb.
Einige Hunderassen wie Border Collies gelten als besonders lieb.  © unsplash/Anna Dudkova

Bei der Züchtung von Hunden wurde stets versucht, positive Eigenschaften wie Gehorsam, Ausdauer, Treue und Stressresistenz zu verstärken. In der Folge gibt es Hunderassen wie z. B. Border Collies, welche als besonders lieb gelten.

Doch es ist egal, wie lieb das Image einer Hunderasse ist. Worauf es ankommt, ist die richtige Erziehung des Hundes.

Wird der Hund nicht erzogen, dann macht auch ein lieber Hund, was er will. Wer nach einer lieben Hunderasse sucht, weil er den Hund möglichst wenig erziehen und trainieren möchte, sollte sich keinen Hund anschaffen!

Warum gähnen Hunde? Müde sind sie nicht immer
Hunderatgeber Warum gähnen Hunde? Müde sind sie nicht immer

Außerdem ist es wichtig, beim Kauf eines Hundes auf die Züchtungsumstände zu achten, um das Krankheitsrisiko zu minimieren und keine Qualzucht zu unterstützen. Am besten erlöst man natürlich ein Tier aus dem Tierheim.

Weitere Tipps und Infos rund um den Hund bekommst Du übrigens im Hunderatgeber auf TAG24.

Liebe Hunderassen im Kurzprofil

Der Traum für alle Hundehalter ist ein lieber und treuer Vierbeiner. Welche Hunderassen besonders lieb sind und was die Tiere so besonders machst, erfährst Du im Folgenden.

1. Bernhardiner: So groß wie er, ist auch sein Herz

Trotz seiner Größe ist der Bernhardiner sanft und kinderlieb.
Trotz seiner Größe ist der Bernhardiner sanft und kinderlieb.  © Unsplash / Vlad Rudkov

Eine der größten und schwersten Hunderassen der Welt ist der Bernhardiner bzw. St. Bernhardshund. Ursprünglich stammen diese Hunde aus der Schweiz.

Bernhardiner sind hilfsbereit, kinderlieb, sanft, ruhig und gutmütig. Die sensiblen Hunde brauchen die Nähe zu ihren Besitzern. Kinder können Bernhardiner viel streicheln und anfassen, ohne dass es den Hund stresst.

Einen Bernhardiner solltest Du jedoch nicht unterschätzen. Dieser Hund ist sehr wachsam und wird seine Familie sowie sein Territorium mit aller Kraft verteidigen.

Merle-Hund: So gefährlich ist das Merle-Gen
Hunderatgeber Merle-Hund: So gefährlich ist das Merle-Gen

Auch wenn der Bernhardiner in Deutschland nicht zu den Kampf- und Listenhunden gehört, sollte ihn nur halten, wer ihn auch bändigen und richtig erziehen kann. Zu bedenken ist auch, dass dieser Hund sehr viel Platz benötigt.

2. Bichon Frisé: Kleiner Schoßhund zum Liebhaben

Bichon Frisé sind niedliche Schoßhunde, die ihren Besitzern stets ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
Bichon Frisé sind niedliche Schoßhunde, die ihren Besitzern stets ein Lächeln ins Gesicht zaubern.  © 123RF / Kotikov

Die belgisch-französische Hunderasse Bichon Frisé ist klein und hat äußerliche Ähnlichkeiten zum Pudel. Die Hunde wurden schon immer als süße Schoßhunde gehalten.

Bichon Frisé sind freundlich, sehr energiegeladen, stets fröhlich und gern bei allen Aktivitäten ihrer Besitzer dabei. Die Hunde lassen sich gern streicheln und sitzen mit Vorliebe auf dem Schoß ihrer Bezugspersonen.

Sich einen Bichon Frisé zu halten, ist unkompliziert, denn der Hund kann sich jedem Tagesablauf anpassen. Die robuste und langlebige Rasse zeigt sich Fremden gegenüber offen und ist selten aggressiv.

Andere Hunde, Katzen und auch Kinder werden vom Bichon Frisé akzeptiert. Man sollte jedoch Acht geben, dass die Kinder beim Spielen die Welpen oder den ausgewachsenen, aber dennoch kleinen Hund nicht verletzten. Es handelt sich schließlich um ein Lebewesen und nicht um ein Spielzeug.

3. Deutsche Dogge: Der erste Eindruck kann täuschen

Die Deutsche Dogge liebt das Spielen mit Kindern und das Familienleben.
Die Deutsche Dogge liebt das Spielen mit Kindern und das Familienleben.  © 123RF / tonobalaguer

Aufgrund ihrer Größe und Erscheinung kann die Deutsche Dogge schon etwas bedrohlich wirken, aber diese Hunde sind in Wahrheit sehr freundlich, ruhig sowie zurückhaltend gegenüber fremden Personen und Tieren.

Wer einen Familienhund sucht, findet mit der Deutschen Dogge einen anhänglichen Spielgefährten für Kinder. Da sich die Deutsche Dogge beim Schmusen und Spielen ihres Gewichtes nicht immer bewusst ist, empfiehlt es sich, sie nicht alleine mit kleinen Kindern zu lassen.

Der intelligente Hund zeigt manchmal durchaus rebellische und eigenwillige Züge, weshalb bei der Erziehung Konsequenz gefordert ist. Zu befürchten ist bei der Dogge jedoch sehr wenig, denn diese Hunde werden nur selten und in extremen Situationen aggressiv und greifen an.

Die Deutsche Dogge braucht ausreichend Bewegung und eine entsprechende Ernährung, um Übergewicht zu vermeiden und ihre Gesundheit zu wahren.

4. Golden Retriever: Sonnenschein auf vier Pfoten

Golden Retriever sind sehr menschenbezogen und grundlegend freundlich.
Golden Retriever sind sehr menschenbezogen und grundlegend freundlich.  © Unsplash / Orlando Tapia

Angefangen hat der Golden Retriever als Arbeitshund der Fischer in Kanada und später wurde er als Jagdhund in England eingesetzt, was erklärt, warum diese Hunde Wasser so lieben und einen ausgeprägten Jagdtrieb besitzen.

Ihr Beliebtheit verdanken Golden Retriever jedoch ihrer menschenbezogenen und stets freundlichen Art. Die Hunde zeigen absolut keine Aggression und verhalten sich auch Artgenossen sowie Fremden gegenüber vollkommen offen und gutmütig. Aus diesem Grund sind Golden Retriever als Wachhund völlig ungeeignet.

Was Golden Retriever auszeichnet, ist ihre Intelligenz, ihr Wille zum Gehorsam und ihre Arbeitsbereitschaft, wenn es um gemeinsame Aufgaben mit ihren Besitzern geht. Diese Tiere werden gern als Rettungs-, Assistenz- und Begleithunde eingesetzt. Auch sind sie unkomplizierte Anfänger- und Familienhunde, welche aber trotzdem eine konsequente Erziehung, ausreichend Bewegung und viel Beschäftigung brauchen.

Golden Retriever fressen sehr gern, weshalb sie zu Übergewicht neigen.

5. Labrador Retriever: Die Liebe zu Kindern geht über alles

Labrador Retriever wollen ihren Besitzern stets gefallen und suchen immer ihre Nähe.
Labrador Retriever wollen ihren Besitzern stets gefallen und suchen immer ihre Nähe.  © 123RF / belchonock

Der einstige Arbeitshund aus Großbritannien ist heute ein beliebter Familienhund. Labrador Retriever sind sehr anhänglich, fröhlich, geduldig und ausgeglichen.

Die Hunde lieben ihre Menschen und vor allem Kinder, weshalb sie auch bei allem dabei sein wollen und es kaum ertragen, allein zu sein. Unerschütterlich freundlich sind Labrador Retriever ideal für ein harmonisches Familienleben.

Der hohe Bewegungsbedarf von Labrador Retrievern sollte jedoch nicht unterschätzt werden. Diese Hunde brauchen abwechslungsreiche Beschäftigung. Sie lieben es, zu apportieren und zu schwimmen.

Der Wunsch zu gefallen ist bei Labrador Retrievern sehr stark ausgeprägt. Die arbeitsfreudigen Tiere werden gern als Blindenführhund, Rettungshund, Lawinensuchhund oder Spürhund eingesetzt.

6. Leonberger: treuer und gelassener Familienhund

Leonberger lieben das Spielen im Wasser fast so sehr wie ihre Familie.
Leonberger lieben das Spielen im Wasser fast so sehr wie ihre Familie.  © Unsplash / Stephanie Lucero

Der Ursprung dieser deutschen Hunderasse liegt in Leonberg, einer Stadt in Baden-Württemberg. Der Löwe im Stadtwappen diente als Vorbild für die Zucht, aus welcher ein großer und muskulöser Hund mit Löwen-ähnlichem Fell entstand.

Ein Leonberger eignet sich gut als Familienhund, wenn die Besitzer viel Zeit mit dem Hund verbringen können. Die gutmütigen Hunde sind sehr menschenbezogen, treu und anhänglich. Aufgrund ihrer Gelassenheit können sie gut mit Kindern und pflegen einen sehr liebevollen Umgang mit ihren Menschen.

Eigentlich sind Leonberger überhaupt nicht aggressiv, aber die Tiere entwickeln einen starken Beschützerinstinkt, weshalb sie ihre Familie durchaus furchtlos verteidigen können.

Wer sich einen Leonberger anschaffen möchte, sollte neben den hohen Kosten bedenken, dass die intelligenten Hunde eine konsequente Erziehung, intensive Fellpflege, viel Zeit und Auslauf in der Natur und an Gewässern benötigen.

7. Neufundländer: Riese mit einem Herz für Kinder

Die kuscheligen Neufundländer lieben Kinder und das Wasser.
Die kuscheligen Neufundländer lieben Kinder und das Wasser.  © 123RF / Photodeti

Neufundländer sehen aus wie große kuschelige Teddybären und lieben Kinder. Der Ursprung dieser Hunderasse liegt auf der kanadischen Insel Neufundland, wo die Tiere Fischern bei der Arbeit halfen. Die Liebe zum Wasser ist Neufundländern bis heute geblieben, weshalb sie auch gern für die Wasserrettung eingesetzt werden.

Wer einen liebenswürdigen, gelassenen, fröhlichen und anhänglichen Familienhund sucht, welcher auch mit anderen Tieren im Haushalt kein Problem hat, für den ist ein Neufundländer genau der richtige Hund. Trotzdem diese Rasse sich durch einen sehr sanften Charakter auszeichnet, reagieren Neufundländer sehr schnell, wenn es darum geht, die Lieben zu beschützen.

Unter Umständen kann es einiges an Kraft erfordern, das Temperament und den Spieltrieb eines Neufundländers unter Kontrolle zu halten. Dieser Hund will an jeder Unternehmung beteiligt sein und fordert dies auch ein.

Halten sollte man sich den Neufundländer nur mit ausreichend Platz, Geld und Zeit.

8. Pudel: Liebe mit Eigenheiten

Pudel sind sehr menschenbezogen und brauchen viel Aufmerksamkeit.
Pudel sind sehr menschenbezogen und brauchen viel Aufmerksamkeit.  © Unsplash / Seth Weisfeld

Pudel zeichnen sich nicht nur durch ihr einzigartiges Aussehen, sondern auch durch ihre hohe Intelligenz aus. Diese Hunderasse muss körperlich und geistig gefordert werden.

Die menschenbezogenen Pudel sind sehr vielseitig, weshalb sie als Rettungshunde, Therapiehunde, Blindenhunde und auch Familienhunde gehalten werden. Die Hunde lassen sich zwar leicht erziehen, brauchen aber wie alle Hunde Konsequenz.

Pudel lieben es, die Aufmerksamkeit aller zu bekommen, was sie auch stets einfordern. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, Pudel allein zu halten.

Wer einen Pudel hält, hat einen loyalen, liebevollen, einfühlsamen, lebhaften und ruhigen Gefährten, welcher sich schnell an neue Situationen anpassen kann und Fremden gegenüber stets freundlich und aufgeschlossen auftritt.

Fazit: Wie lieb ein Hund ist, hat mehr mit der Erziehung als mit der Rasse zu tun

Gewisse Eigenschaften wie der Wunsch zu gefallen, die Gelassenheit und die Anhänglichkeit sind bei bestimmten Hunderassen ausgeprägter als bei anderen. Diese Wesensmerkmale garantieren jedoch nicht den perfekten und lieben Hund.

Ob sich ein Hund wirklich lieb verhält, hat immer etwas mit der Erziehung zu tun.

Titelfoto: unsplash/Anna Dudkova

Mehr zum Thema Hunderatgeber: