Pudel: Diese Eigenschaft macht die Hunderasse so besonders

Pudel sind sehr beliebt. Man kennt sie mit flauschigen Locken oder besonders kunstvoll geschorenem Fell. Damit zusammenhängend sind wir auch schon bei der Besonderheit von Pudeln.

Dieser Pudel fällt weniger durch eine besondere Frisur als durch sein süßes lockiges Fell auf.
Dieser Pudel fällt weniger durch eine besondere Frisur als durch sein süßes lockiges Fell auf.  © Unsplash/Tuomas Härkönen

Das Besondere an dieser Hunderasse ist die Antwort auf die Frage: Verlieren Pudel Haare?

Nein, Pudel haaren nicht.

Natürlich kann auch ein Pudel mal einzelne Haare verlieren, aber grundsätzlich kommt bei dieser Rasse kein Fellwechsel vor, auch nicht saisonal.

Vielmehr ist es so, dass die Haare wachsen und wachsen und wachsen – bis man den Pudeln die Haare schneidet. Das sollten Pudelbesitzer auch unbedingt regelmäßig tun, damit die Tiere nicht durch ihre Haarpracht behindert werden, beispielsweise durch lange Haare vor den Augen. Auch tägliches Bürsten gehört zum Pflegeprogramm von Pudeln, damit die Haare nicht verfilzen.

Ansonsten ist die Rasse eher pflegeleicht, sie gilt als intelligent, lernwillig und überaus treu. Außerdem kuscheln Pudel total gern – quasi der perfekte Familienhund.

Erfahre in diesem Hunde-Ratgeber noch mehr Interessantes über Pudel und ihr Fell.

Pudelrassen: Welche gibt es?

Aktuell gehören Pudel zur Hundekategorie FCI-Gruppe 9 (Gesellschafts- und Begleithunde). Ein tänzelnder Gang, ein gerader Kopf und eine hohe Rutehaltung sind typisch für diese Rasse und verleihen ihnen optisch Eleganz und Anmut.

Anhand der Größe werden folgende Pudelvarianten kategorisiert:

  • Großpudel
  • Kleinpudel
  • Zwergpudel
  • Toy-Pudel

Fellfarbe des Pudels:

  • Schwarz
  • Braun
  • Apricot
  • Loh (also ein helles Rotbraun)
  • Weiß

In einigen Ländern wie Deutschland dürfen seit einigen Jahren auch zweifarbige Pudel offiziell als Pudel bezeichnet werden.

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Aufgrund ihres Fells und der besonderen Frisuren wurden Pudel so beliebt

Dass die Haare von Pudeln immer weiterwachsen und nicht ausfallen, machte es überhaupt erst möglich, dass sie berühmt für besondere, teils sehr extravagante Frisuren wurden, die man bei anderen Hunderassen gar nicht realisieren könnte.

Die besonderen Frisuren der Pudel haben einen eigentlich ganz pragmatischen, historischen Hintergrund:

Pudel waren Jagdhunde, die darauf spezialisiert waren, im Wasser zu jagen - beispielsweise Wasservögel. Die Bezeichnung Pudel hat ihren Ursprung im Altdeutschen: Puddeln heißt im Wasser planschen. Dabei half das dichte wollige Fell, die Tiere auch im kalten Wasser warm zu halten. Da das Fell aber auch die Bewegungsfreiheit einschränkte, wurden viele Pudel an den Hinterläufen kahl geschoren, an empfindlichen Stellen wie vor allem am Oberkörper wurde das Fell aber stehengelassen. Mit dieser "Frisur" konnten die Hunde mit den Beinen gut schwimmen, kühlten aber nicht so schnell aus.

So wurde quasi die spätere Modefrisur geboren.

Frisierte Pudel beim Gassigehen – der Anblick ist nicht jedermanns Sache.
Frisierte Pudel beim Gassigehen – der Anblick ist nicht jedermanns Sache.  © 123RF/renaefrankz

Da Pudel sich aufgrund ihrer Haareigenschaften besonders gut frisieren und die verrücktesten Formen ins Fell scheren lassen, galten sie lange als "Modepüppchen" unter den Hunden. Übertriebene oder sehr auffällige Hundefrisuren kommen aber immer mehr aus der Mode, da viele Hundebesitzer das modische Scheren als nicht artgerecht ansehen.

Im Vordergrund steht heutzutage immer mehr, dass das Tier sich wohlfühlt, als dass es bei der nächsten Hundeshow den ersten Platz belegt – eine sehr zu begrüßende Entwicklung.

Titelfoto: Unsplash/Tuomas Härkönen

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