Italienischer Genuss für Deine Mieze: Dürfen Katzen Nudeln fressen?

Einmal nicht hingesehen und schon hat sich die Mieze eine Nudel vom Teller geschnappt. Katzen sind neugierige Tiere und kosten manchmal auch Lebensmittel, die eigentlich für Menschen gedacht sind. Ob Katzen Nudeln fressen dürfen und auch sollten, erklärt Dir TAG24.

Was eine Katze fressen darf, erfährst Du unter Katzenernährung.

Dürfen Katzen Nudeln fressen?

Pasta mit Soße ist für Katzen ungeeignet.
Pasta mit Soße ist für Katzen ungeeignet.  © 123RF/zaizev

Theoretisch können die meisten Katzen Nudeln fressen, wenn diese gekocht und ungewürzt sind. Ein fester und regelmäßiger Bestandteil der Ernährung einer Katze sollten Nudeln jedoch nicht sein.

Wie die Studie "Cats and Carbohydrates: The Carnivore Fantasy?" (zu Deutsch: "Katzen und Kohlenhydrate: Die Fleischfresser-Fantasie?") von Adronie Verbrugghe und Myriam Hesta umfassend beschreibt, sind Katzen von Natur aus kohlenhydratarme Nahrung gewohnt und können diese auch am besten verdauen. Für einen funktionierenden Stoffwechsel sind Katzen nicht wirklich auf den Verzehr von Kohlenhydraten angewiesen.

Im Gegenteil: Die Aufnahme von größeren Mengen an Kohlenhydraten kann bei Katzen zu Verdauungsproblemen und weiteren gesundheitlichen Unannehmlichkeiten führen.

Für eine gesunde und ausgewogene Ernährung benötigen Katzen stattdessen hochwertiges Futter, das alle wichtigen Nährstoffe in ausreichender Menge enthält.

Risiken von Nudeln für Katzen

Wenn die Katze mal eine gekochte und ungewürzte Nudel frisst, sollte das kein Problem sein. Zur Gewohnheit sollte das aber nicht werden. Ungekochte, gewürzte und gefüllte Nudeln sowie Nudeln in Soße oder Pesto sollten Katzen auf keinen Fall fressen.

Nudeln an sich haben für Katzen kaum Nährwert, weil sie überwiegend aus Kohlenhydraten bestehen und keine essenziellen Proteine liefern. Katzen können Kohlenhydrate zwar verdauen, aber nur begrenzt. Sie sind nicht imstande, sich an eine größere Menge an Kohlenhydraten anzupassen und mehr Verdauungsenzyme zu produzieren, weshalb sie nur geringe Mengen davon zu sich nehmen sollten.

Der Verzehr von zu vielen Kohlenhydraten kann bei Katzen Verdauungsprobleme verursachen. Übergewicht und Diabetes entstehen bei den Fellnasen vor allem durch zu viele Kalorien und Bewegungsmangel, nicht allein durch zu viele Kohlenhydrate.

Ein weiteres Risiko ist das in vielen Nudeln enthaltene Gluten. Genau wie Menschen können Katzen eine Glutenallergie oder Glutenunverträglichkeit entwickeln, die sich durch Symptome wie Durchfall, Hautprobleme und Müdigkeit äußert.

Hat man den Eindruck, dass die Katze etwas nicht vertragen hat bzw. es ihr allgemein nicht gut geht, dann sollte man den Tierarzt aufsuchen.

Von den Spaghetti mit Tomatensoße sollte man die Katze besser nicht naschen lassen.
Von den Spaghetti mit Tomatensoße sollte man die Katze besser nicht naschen lassen.  © 123rf/nerudol

Fazit

Klaut sich die Mieze mal eine gekochte und ungewürzte Nudel vom Teller oder Boden, ist das nicht weiter tragisch. Eine sinnvolle Ergänzung zum Katzenfutter sind Nudeln jedoch nicht. Frisst eine Katze zu viele Nudeln bzw. Kohlenhydrate, kann das sogar schädlich für ihre Verdauung und allgemeine Gesundheit sein.

Titelfoto: 123RF/zaizev

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