Winterchaos auf Autobahnen und lange Staus: ADAC gibt Ratschläge
Von Christine Schultze
Frankfurt am Main - Heftige Schneefälle, festgefahrene Lastwagen und geradezu rekordverdächtige Staulängen: Das Winterwetter in Deutschland hat Autofahrer auf die Geduldsprobe gestellt. Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein.
Den längsten Stau beispielsweise in Hessen registrierte der ADAC am Dienstag auf der A5.
Auf der viel befahrenen Autobahn staute und stockte der Verkehr zwischen dem Neu-Isenburger Stadtteil Zeppelinheim und Hattenbacher Dreieck auf einer Gesamtlänge von 84 Kilometern!
Doch was sollte man tun, wenn man im Stau steht?
Ein Sprecher des Automobilclubs hat einige Empfehlungen, wie sich Verkehrsteilnehmer für solche Fälle am besten rüsten können.
Wer längere Fahrten antritt, sollte vorab den Wetterbericht checken. Allerdings helfe das nur bedingt, da Wetterereignisse wie die heftigen Schneefälle vom Dienstag oft lokal begrenzt seien.
Taugliche Winterreifen sind in dieser Jahreszeit Pflicht - der ADAC rät zu einer Profiltiefe von mindestens vier Millimetern, sagt der Sprecher - deutlich mehr als die gesetzlich vorgeschriebene Profiltiefe von 1,6 Millimetern.
Puffer in Tank oder Batterie, warme Kleidung oder Decke sowie Verpflegung
Entscheidend für eine gute Sicht seien auch intakte Scheibenwischerblätter und außerdem genügend Scheibenwischwasser mit ausreichend Frostschutz, damit die Düsen der Scheibenwischanlage nicht einfrieren. Bei Schnee und Schneematsch spritze viel Gischt von der Fahrbahn auf die Frontscheibe, sodass diese ständig freigehalten werden müsse.
Um während langer Staus nicht frieren zu müssen und noch ans Ziel zu kommen, wenn der Verkehr wieder rollt, sollten Autofahrerinnen und -fahrer auch an genügend Puffer in Tank oder Batterie denken und rechtzeitig nachtanken oder -laden.
Sinnvoll sei ebenfalls, stets warme Kleidung oder eine Decke sowie Verpflegung einzupacken. Eine Thermoskanne mit Tee beispielsweise oder einige Müsliriegel oder andere Snacks könnten auch über längere Staus zumindest einige Zeit hinweghelfen.
Wer Medikamente benötigt, sollte auch hiervon einen Notfallvorrat dabei haben, rät der Sprecher.
Wichtig sind diese Punkte aus Sicht des Sprechers deshalb in Hessen unter anderem, weil es mit seinen Mittelgebirgen und Steigungsstrecken zu den Bundesländern in Deutschland gehöre, in denen es bei winterlicher Witterung immer wieder einmal zu Staus durch festgefahrene Lastwagen kommen könne. Verschärft werde die entsprechende Lage bei winterlicher Witterung durch das hohe Aufkommen von Lkw auf der A3, A5 sowie auch A7 im Transit-Bundesland.
Titelfoto: Andreas Arnold/dpa

