Finale im Wahlkampf in Rheinland-Pfalz: Auch Bundeskanzler Merz wird kommen
Von Maximilian Hölzel und Wolfgang Jung
Mainz - Hochspannung garantiert! Am Sonntag wählt Rheinland-Pfalz einen neuen Landtag und selten war im Vorfeld die Ausgangslage so offen. In den letzten Umfragen liegen CDU und SPD nahezu gleichauf. Alle Informationen rund um die RP-Wahl findet Ihr in unserem Ticker.
19. März, 17.59 Uhr: Finale im Wahlkampf in Rheinland-Pfalz
Zum Ende des Wahlkampfs in Rheinland-Pfalz stimmen sich die Parteien bei Abschlussveranstaltungen auf die Landtagswahl am Sonntag ein. Dabei veranstalten die regierende SPD und die oppositionelle CDU ihre jeweilige Kundgebung am Freitag nur etwa 30 Kilometer voneinander entfernt.
SPD-Spitzenkandidat und Ministerpräsident Alexander Schweitzer (52) wirbt in seiner Geburtsstadt Landau um den erneuten Auftrag zur Regierungsbildung (17.30 Uhr). Erwartet werden auch die früheren rheinland-pfälzischen Regierungschefs Malu Dreyer (65), Rudolf Scharping (78) und Kurt Beck (77).
In Bad Dürkheim will CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder (50) noch einmal für einen Regierungswechsel in Mainz werben (17.30 Uhr). Unterstützung erhält er unter anderem von Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU). Gordon Schnieder ist der jüngere Bruder von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (57).
Auch andere Parteien stimmen sich ein, etwa die FDP mit Spitzenkandidatin Daniela Schmitt (53) und dem Bundesvorsitzenden Christian Dürr (48) in Koblenz (17.30 Uhr). Die Veranstaltungen markieren den Schlusspunkt des Wahlkampfs.
19. März, 11.40 Uhr: Wer soll Ministerpräsident werden?
Bei der Frage, wer künftig Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz werden soll, rangiert Amtsinhaber Alexander Schweitzer (SPD) INSA zufolge mit 29 Prozent deutlich vor CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder mit 13 Prozent und dem AfD-Kandidaten Jan Bollinger (48) mit 9 Prozent.
Zugleich zeichnen sich schwierige Koalitionsverhandlungen ab: Weder die bisherige Ampel noch klassische Zweierbündnisse gelten als sicher. Mehrere Konstellationen sind rechnerisch möglich - entsprechend hoch ist die Spannung vor ersten Prognosen am Wahlabend.
19. März, 11.35 Uhr: Kopf-an-Kopf-Rennen in Rheinland-Pfalz
In der aktuellen INSA-Umfrage liegt die CDU mit 28,0 Prozent vor der SPD, die auf 27,0 Prozent kommt.
Laut INSA klettert die AfD dahinter auf 20 Prozent, während die Grünen bei 9 Prozent liegen. Um die 5-Prozent-Marke und den Einzug in den Landtag bangen müssen demnach die Linke sowie die Freien Wähler mit jeweils 5 Prozent.
Die FDP fällt hingegen derzeit unter 3 Prozent und würde dem neuen Parlament nicht mehr angehören.
Titelfoto: Hannes P Albert/dpa