RP-Wahl: Erste Zahlen sind da! CDU liegt klar vor SPD, AfD erzielt neuen Rekordwert

Von Maximilian Hölzel, Jan Höfling, Wolfgang Jung, Birgit Reichert, Ira Schaible, Jenny Tobien

Mainz - Hochspannung garantiert! Die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz steht auf dem Programm. Selten war im Vorfeld die Ausgangslage so offen, nun liegen Zahlen vor. Alle Informationen rund um die Wahl findet Ihr in unserem Ticker.

22. März, 18.53 Uhr: Linken-Chef Jan van Aken tut "Ergebnis in Rheinland-Pfalz weh"

Der Linken-Vorsitzende Jan van Aken hat ein zwiespältiges Fazit zum Linken-Abschneiden in Rheinland-Pfalz gezogen.

"Es tut mir natürlich weh, dass es heute Abend nicht gereicht hat in Rheinland-Pfalz. So knapp auch", sagte er im ZDF am Sonntagabend. Die Linke habe allerdings ihr Ergebnis im Land fast verdoppelt und seit der Bundestagswahl in allen Wahlen deutlich zugelegt. "Ich glaube, wir sind auf dem richtigen Weg, aber jetzt hat es gerade mal nicht gereicht", sagte van Aken.

Fazit: Die Linke müsse bei älteren Menschen und auf dem Land stärker werden.

Linken-Chef Jan van Aken hat sich zur Wahl in Rheinland-Pfalz geäußert.
Linken-Chef Jan van Aken hat sich zur Wahl in Rheinland-Pfalz geäußert.  © Kay Nietfeld/dpa

22. März, 18.50 Uhr: Neue Hochrechnungszahlen liegen vor

Allzu viel hat sich natürlich nicht getan, dennoch zur Vollständigkeit:

  • CDU: 30,5 Prozent

  • SPD: 26,7 Prozent

  • AfD: 20,0 Prozent

  • Grüne: 7,9 Prozent

  • Linke: 4,3 Prozent

  • FW: 4,0 Prozent

  • FDP: 2,2 Prozent

  • Andere: 4,4 Prozent

22. März, 18.45 Uhr: Gordon Schnieder voraussichtlich der große Gewinner des Wahlabends

Der CDU-Spitzenkandidat hat sich erfreut über den sich abzeichnenden Sieg seiner Partei bei der Landtagswahl gezeigt: "Die CDU Rheinland-Pfalz ist wieder da", sagte er am Sonntag in Mainz unter dem Jubel seiner Anhänger.

"Es wird ohne uns in diesem Land nicht mehr regiert in den nächsten Jahren", fuhr er mit Blick auf die Hochrechnungen fort.

Schnieder dankte nicht nur den Wählerinnen und Wählern für das ihm geschenkte Vertrauen, sondern er bedankte sich auch bei den anderen demokratischen Parteien "für den Umgang untereinander". An die Mitbewerber gerichtet sagte er: "Das war ein äußerst fairer Wahlkampf." Seine eigene Partei habe er zudem "schon lange nicht mehr so geschlossen gesehen".

Dürfte der nächste Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz werden: CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder.
Dürfte der nächste Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz werden: CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder.  © Thomas Frey/dpa

22. März, 18.40 Uhr: Zusammenfassung? Hier kommt sie

Fassen wir das bislang Wichtigste an dieser Stelle nochmals zusammen: Die CDU hat die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz ersten Hochrechnungen zufolge deutlich gegen die bislang regierende SPD gewonnen und wird wohl regieren.

Laut den Hochrechnungen für ARD und ZDF erreichten die Christdemokraten am Sonntag stolze 30,5 bis 30,6 Prozent der Stimmen, während die Sozialdemokraten von Ministerpräsident Alexander Schweitzer auf 26,5 bis 26,9 Prozent kamen.

Auf dem dritten Platz landete demnach die AfD mit 20,0 Prozent vor den Grünen mit 7,7 bis 8,3 Prozent, während die FDP mit 2,0 bis 2,1 Prozent und die Freien Wähler mit 3,6 bis 3,9 Prozent aus dem Mainzer Landtag ausscheiden und die Linke mit 4,4 bis 4,5 Prozent um den erstmaligen Parlamentseinzug bangen muss. Auf die restlichen Parteien entfallen ebenfalls 4,4 Prozent.

Wie würde die Verteilung im Landtag aussehen? Die CDU kann damit auf 35 bis 36 Sitze im neuen Landtag hoffen, während auf die SPD nur noch 31 bis 32 Mandate entfallen. 24 Sitze gehen an die AfD sowie neun bis zehn Mandate an die Grünen.

22. März, 18.38 Uhr: Alice Weidel kündigt "großartige Oppositionsarbeit" in Rheinland-Pfalz an

Die AfD-Bundeschefin hat nach dem absehbaren Rekordergebnis ihrer Partei in Rheinland-Pfalz eine "großartige Oppositionsarbeit" angekündigt. Die AfD sei nun nicht nur im Bundestag, sondern auch in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz die nach der Landtagswahl größte Oppositionspartei, sagte Weidel in der ARD sichtlich zufrieden.

Sie verwies darauf, dass in Rheinland-Pfalz eine Koalition der CDU mit der AfD rechnerisch nach aktuellem Stand möglich wäre. Doch hätten sich die Parteien einmal mehr dagegen entschieden. "Dementsprechend werden wir weiter mit einer guten Oppositionsarbeit machen", sagte Weidel. Die AfD werde weiter den Finger in die Wunde legen und auf Probleme hinweisen.

22. März, 18.34 Uhr: Grünen-Chef Felix Banaszak mit Zahlen bei Hochrechnungen zufrieden

Felix Banaszak hat den Ausgang der Landtagswahl als "ein wirklich gutes Ergebnis" für seine Partei bezeichnet.

Der Grünen-Chef betonte angesichts des bevorstehenden Endes der aktuellen Ampel-Regierung, "dass es nicht an den Grünen lag, dass diese Regierung nicht fortgesetzt werden kann". Im ZDF sagte Banaszak: "Dass uns das gelungen ist, liegt an der Geschlossenheit, liegt an der klaren Themenfokussierung." Die Grünen nähmen den Oppositionsauftrag entsprechend an.

Felix Banaszak (M.) kann mit dem Ergebnis der Grünen durchaus leben.
Felix Banaszak (M.) kann mit dem Ergebnis der Grünen durchaus leben.  © Uwe Anspach/dpa

22. März, 18.31 Uhr: SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf äußert sich zum Thema Personaldiskussionen

SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf sieht nach der voraussichtlichen Wahlniederlage für seine Partei in Rheinland-Pfalz keinen Sinn in großen Personaldiskussionen. Auf die Frage nach möglichen personellen Konsequenzen in der SPD-Spitze sagte er in der ARD: "Ich glaub', niemanden bringt jetzt eine Personaldiskussion im ersten Schritt weiter."

Es sei ganz klar, dass es jetzt um Inhalte gehe, so Klüssendorf.

Die Leute erwarteten, dass man sich jetzt nicht Monate mit sich selbst beschäftige. Er sprach nach der Wahl von einem herben Rückschlag und Verantwortung der SPD in Berlin. Man werde sich im Präsidium und Vorstand "die Fragen stellen müssen". "Wir müssen endlich in die Offensive kommen." Niemand in im Land wolle eine SPD sehen, die in Sack und Asche gehe.

22. März, 18.27 Uhr: Carsten Linnemann sieht keine Auswirkungen von SPD-Wahlschlappe auf Berlin

Die Zahlen für den Koalitionspartner sind einer herber Schlag, CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann erwartet nach der SPD-Wahlniederlage in Rheinland-Pfalz aber keine Auswirkungen auf die schwarz-rote Bundesregierung.

Bei der Wahl sei es um Landesthemen gegangen, sagte Linnemann am Sonntag in der ARD. In der Koalition in Berlin gehe es hingegen um Bundesthemen, "und da reden wir über Reformen, die sein müssen - und da sind wir uns einig mit der SPD".

Die Koalition aus Union und SPD in Berlin werde nach der Landtagswahl "da weitermachen, wo wir aufgehört haben", sagte Linnemann. Es gehe nun um die Reform der Sozialversicherung und auch um Änderungen im Steuersystem, fügte er hinzu.

Mit dem Ergebnis der CDU in Rheinland-Pfalz zeigte sich Linnemann indes sichtlich zufrieden. Es sehe nach einer ersten Prognose so aus, "dass es reicht - und zwar klar", sagte Linnemann im ZDF. Er sprach von einem "richtig starken Wahlkampf" sowie einem "starken Ergebnis". Nach 35 Jahren komme die CDU jetzt wieder in die Regierung, betonte Linnemann.

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann zeigte sich nach den ersten Zahlen zufrieden.
CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann zeigte sich nach den ersten Zahlen zufrieden.  © Katharina Kausche/dpa

22. März, 18.25 Uhr: Tino Chrupalla freut sich auf Arbeit als "stärkste Opposition"

AfD-Chef Tino Chrupalla hat die starken Zuwächse seiner Partei bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz gewürdigt.

"Das ist das beste Ergebnis, das wir je in einem westdeutschen Bundesland erreicht haben", sagte er am Sonntagabend im ZDF. Die AfD habe sich in dem Bundesland mehr als verdoppelt und gehe nun als "stärkste" Oppositionspartei an die Arbeit.

An die Adresse der künftigen Regierungskoalition in Rheinland-Pfalz sagte Chrupalla, er "freue" sich bereits auf deren Arbeit: "Sie sollen genauso weitermachen. Das ist für uns das Allerbeste." Denn dann werde die AfD auch im Westen irgendwann Ergebnisse haben wie in den aktuellen Umfragen in Ostdeutschland, erklärte Chrupalla mit Blick auf die kommenden Jahre.

22. März, 18.22 Uhr: Erste Hochrechnungen untermauern Prognosen

So sehen die Zahlen aus:

  • CDU: 30,6 Prozent

  • SPD: 26,9 Prozent

  • AfD: 20,0 Prozent

  • Grüne: 7,7 Prozent

  • Linke: 4,4 Prozent

  • FW: 3,9 Prozent

  • FDP: 2,1 Prozent

  • Andere: 4,4 Prozent

Titelfoto: Michael Brandt/dpa

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