Landstuhl/Mainz - Der nach dem tödlichen Angriff in einer Bahn in Landstuhl (Rheinland-Pfalz) verstorbene Zugbegleiter Serkan C. (†36) soll im Krankenhaus im Beisein seiner beiden elf und 13 Jahre alten Söhne verstorben sein. Sein Vater habe zudem einen Herzinfarkt erlitten, als er von dem Vorfall erfuhr.
Das berichtet die "Bild". Zu der Tat war es am Montag gekommen. C. hatte einen Schwarzfahrer verwiesen, woraufhin dieser den Zugbegleiter so heftig mit den Fäusten traktierte, dass der 36-Jährige reanimiert werden musste. Er starb am Mittwochmorgen in einer Klinik.
Die Familie sei sofort zum Krankenhaus geeilt, als sie über den Vorfall informiert worden war. Doch alles Hoffen und Beten sei letztendlich vergeblich gewesen.
"Es war das Schlimmste. Die Jungs mussten ihren Vater sterben sehen", sagte Serkans eigener Vater der Zeitung.
Er selbst habe vor Aufregung einen leichten Herzinfarkt erlitten. In der Klinik sei ein Bypass gelegt worden. Er habe das Krankenhaus mittlerweile wieder verlassen können.
Mutmaßlicher Täter war bislang polizeilich nicht in Erscheinung getreten
Indessen dauern die Ermittlungen zu der Tat an. Unter anderem wertet die Polizei zurzeit Videoaufzeichnungen aus.
Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich um einen 26 Jahre alten griechischen Staatsbürger, der nach eigenen Angaben seinen Wohnsitz in Luxemburg hat. Der Mann sei bislang in Deutschland nicht polizeilich aufgefallen. Zu der Tat äußerte er sich laut Polizei bislang nicht. Er sitzt in U-Haft.
Der 26-Jährige soll C. unvermittelt mehrfach heftig mit den Fäusten geschlagen haben, nachdem dieser ihn gebeten hatte, wegen des fehlenden Fahrscheins den Zug an der nächsten Haltestelle zu verlassen. Der 36-Jährige war daraufhin bewusstlos zusammengebrochen und musste reanimiert werden.
Das Opfer starb laut dem Ergebnis der Obduktion an einer Hirnblutung infolge stumpfer Gewalt gegen den Kopf. Ein Messer oder ein anderer Gegenstand waren laut Polizei nicht zum Einsatz gekommen.