Gen Z protestiert in Sachsen-Anhalt: Was ist geplant?
Von Sabrina Gorges
Magdeburg/Halle - Junge Menschen wollen am Samstag in Magdeburg und Halle friedlich für Bildung und soziale Gerechtigkeit auf die Straße gehen.
Tausende haben ihre Teilnahme für die Demonstration in der Landeshauptstadt angekündigt - wie viele es tatsächlich werden, ist aber unklar. In anderen europäischen Ländern geht die Generation Z schon seit Wochen massenhaft auf die Straße. In Frankreich kam es dabei zu schweren Ausschreitungen.
Was ist in Sachsen-Anhalt zu erwarten?
Wer demonstriert?
Für den 31. Oktober ruft die Initiative "Gen Z regelt" im Internet bundesweit zu Protesten auf. Es geht demnach unter anderem um bessere Bildung und mehr Klimaschutz sowie gegen eine Wehrpflicht und hohe Lebenshaltungskosten.
Gewalt lehnt die Gruppe eigenen Angaben zufolge ab. Zur Generation Z gehören junge Menschen, die zwischen 1995 und 2010 geboren wurden.
Was ist in Sachsen-Anhalt geplant?
In Sachsen-Anhalt ist auf der Homepage www.genz-regelt.de offiziell nur die Versammlung in Magdeburg vermerkt. Die Initiative ist hier eigenen Angaben nach aber nicht für Inhalt und Organisation zuständig - das ist sie nur für die Demonstrationen in Berlin, Köln, Frankfurt am Main und München.
Treffpunkt für den Magdeburger Protest ist am frühen Nachmittag der Willy-Brandt-Platz vor dem Hauptbahnhof.
Wie viele Leute kommen?
Das ist vorab schwer einzuschätzen. Auf der Protest-Homepage kann man einfach sein Kommen zusagen - es reicht ein Klick auf den "Ich bin dabei"-Button. Den jüngsten Zahlen nach wollen sich mehr als 5400 Menschen in Magdeburg beteiligen. Für die Versammlung mit Gen-Z-Bezug in Halle sind laut Polizei 70 Personen angemeldet.
Diese Demonstration taucht auf der Homepage aber nicht auf.
Was sagt die Polizei?
Die Polizei in Magdeburg rechnet mit einer Teilnehmerzahl im "mittleren dreistelligen Bereich". Sie behält den Gen-Z-Protest im Blick, rechnet aber nicht mit Ausschreitungen und Gewalt. Einem Sprecher zufolge ist derzeit vom Veranstalter nicht geplant, vom Bahnhofsvorplatz aus durch die Magdeburger Innenstadt zu ziehen.
Es soll "stationär bleiben", sagte ein Polizeisprecher.
Titelfoto: Thibault Camus/AP/dpa