Lokführer bemerkt Kleidung im Gleis: Wichtige ICE-Strecke im Osten muss voll gesperrt werden
Kemberg - Nichts ging mehr auf der wichtigen ICE-Strecke zwischen Berlin und Leipzig sowie Halle! Am Dienstagnachmittag kam es wegen einer Störung zu Verspätungen und Teilausfällen.
Wie die Bundespolizeiinspektion Magdeburg auf TAG24-Nachfrage mitteilte, hatte ein Lokführer zwischen Lutherstadt Wittenberg und Gräfenhainichen plötzlich Kleidungsstücke auf dem Gleis bemerkt.
"Die Strecke musste daraufhin gegen 16.15 Uhr voll gesperrt werden", so ein Sprecher. Vor Ort hätten die Beamten eine verlumpte Jacke und einen Teddybären festgestellt. "Der betroffene Bereich wurde abgelaufen, jedoch zeigten sich keine Auffälligkeiten."
Wie genau die Kleidung auf die Bahnanlage gelangte, sei unklar. "Die Vollsperrung konnte um 17.17 Uhr aufgehoben werden", so der Sprecher weiter.
Parallel zu dem Einsatz hätte es auch noch einen medizinischen Notfall bei einem Zug in der Nähe gegeben. "Es handelte sich um eine S2, die im Bahnhof Radis stand. Ein Fahrgast musste ins Krankenhaus gebracht werden."
Sowohl Fern- als auch Regionalverkehr waren von den polizeilichen Maßnahmen betroffen. Die ICE zwischen Hamburg und München wurden zurückgehalten oder umgeleitet. Die S2 und S8 wurden zwischen Radis und Lutherstadt Wittenberg durch Busse ersetzt.
Erstmeldung vom 17. Februar, 17.02 Uhr, Letzte Aktualisierung am 17. Februar, 17.47 Uhr.
Titelfoto: Julian Stratenschulte/dpa
