Barleben - In Barleben (Landkreis Börde) nimmt eines der größten Polizeiprojekte Sachsen-Anhalts weiter Form an. Am Montag wurde offiziell der Grundstein für die neue Zentrale des Landeskriminalamtes (LKA) gelegt.
Auf dem rund sieben Hektar großen Gelände im Technologiepark Ostfalen wird bereits seit gut einem Jahr gebaut. Mit rund 420 Millionen Euro ist es aktuell das größte Bauprojekt der Landespolizei. Nach aktuellem Zeitplan soll das LKA 2029 in seine neue Zentrale einziehen.
Auf mehr als 20.000 Quadratmetern sind unter anderem Büros, Schulungs- und Sporträume sowie Lagerflächen geplant. Rund 3500 Quadratmeter sind für EU-zertifizierte Labore vorgesehen, darunter ein Chemie- und ein Biologielabor.
LKA-Direktorin Birgit Specht spricht von einem Gebäude, das künftig zu den modernsten und leistungsfähigsten Landeskriminalämtern Deutschlands gehören soll. "Mehr als 700 Bedienstete des Landeskriminalamts, die dort tätig sein werden, freuen sich auf beste Voraussetzungen für ihre tägliche Arbeit", so Specht.
Bislang ist das LKA auf mehrere Standorte in Magdeburg und Schönebeck verteilt. Die Gebäude stoßen jedoch zunehmend an ihre Grenzen. Vor allem am bisherigen Hauptsitz in Magdeburg besteht erheblicher Sanierungsbedarf.
20 mögliche Standorte wurden geprüft
Das Land hat insgesamt 20 mögliche Standorte untersucht. Für Barleben sprachen unter anderem die gute Verkehrsanbindung und die Möglichkeit, dort die hohen Sicherheitsanforderungen des LKA umzusetzen. Innenministerin Tamara Zieschang (56, CDU) bezeichnete den Neubau als "Quantensprung" für die Beschäftigten.
Finanzminister Michael Richter (72, CDU) verwies unterdessen auf den sichtbaren Baufortschritt. Rund ein Jahr nach dem ersten Spatenstich sei nun bereits der Grundstein gelegt worden.