Müller will Werk in Rogätz schließen: AfD sucht Gespräch mit Führung

Von Christopher Kissmann

Rogätz - Die AfD-Landtagsfraktion will eine Schließung des Müller-Produktionsstandorts in Rogätz (Landkreis Börde) verhindern und hat dazu nach eigenen Angaben ein Gespräch mit dem Unternehmer Theo Müller (86) vereinbart.

Das Werk in Rogätz im Landkreis Börde soll 2027 geschlossen werden.  © Screenshot/LinkedIn/homann-feinkost-gmbh

"Jede realistische Chance zum Erhalt des Werks" solle genutzt werden, erklärte Co-Fraktionschef Ulrich Siegmund (35). "Wir wollen gemeinsam prüfen, welche konkreten Wege es gibt, um dem Standort Rogätz eine Zukunft zu ermöglichen."

Die Unternehmensgruppe Theo Müller will zwei Produktionsstandorte in Sachsen-Anhalt und Sachsen schließen.

Betroffen sind das Homann-Saucenwerk in Rogätz mit rund 160 Beschäftigten sowie die Schnittkäserei von Sachsenmilch in Leppersdorf im Landkreis Bautzen, wo ebenfalls 160 Menschen arbeiten.

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Die Produktion in Rogätz soll laut Unternehmensangaben bis Ende September 2027 eingestellt werden.

Trotz umfangreicher Anstrengungen sei es nicht gelungen, eine Kostenstruktur zu erreichen, die eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Kalkulation der dort hergestellten Produkte ermögliche, hieß es. Zudem bestehe erheblicher Investitionsbedarf.

Laut der AfD-Fraktion hat Müller das Gesprächsangebot angenommen. Dieses will Siegmund "unmittelbar nach Bildung der neuen Landesregierung und noch vor Weihnachten" führen.

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Im Dezember will sich Siegmund im Landtag zum Ministerpräsidenten wählen lassen. Dafür ist er auf Unterstützung aus anderen Reihen angewiesen.

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