Was für ein Anblick: Darum erleuchten Kerzen derzeit Obstbäume in der Börde

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Von Dörthe Hein

Magdeburg - Kerzen zwischen Aprikosenbäumen und auch zusätzliche Wärme für Kirschblüten: Angesichts der späten Nachtfröste schützen Obst- und Weinbauern ihre Bäume.

Die Bäume tragen bereits kleine Früchte, die vor den niedrigen Temperaturen geschützt werden sollen.
Die Bäume tragen bereits kleine Früchte, die vor den niedrigen Temperaturen geschützt werden sollen.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Auf einer Aprikosen-Plantage des Obsthofs Hornemann bei Langenweddingen (Landkreis Börde) etwa brannten in der Nacht und in den frühen Morgenstunden Frostschutzkerzen unter den Bäumen.

Die Bäume tragen bereits kleine Früchte, die vor den niedrigen Temperaturen geschützt werden sollen. Gegen drei Uhr am Morgen unterschritt die Temperatur auf der Plantage die Null-Grad-Marke.

Zudem fuhr ein Traktor mit einem sogenannten Frostbooster am frühen Morgen durch die Kirschbaumreihen des Obsthofs Hornemann. Das Gerät erzeugt mit einer Gasflamme heiße Luft. So sollen die empfindlichen Kirschblüten vor dem Frost geschützt werden. 

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Vor allem im Norden Sachsen-Anhalts, aber auch im Harz habe es in der Nacht zum Mittwoch Frost gegeben, sagte Florian Engelmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD).

Frost in Bodennähe

In der Altmark seien minus 2 Grad Celsius gemessen worden, in Stiege im Harz minus 3. In den südlichen Landesteilen seien es bis etwa null Grad gewesen. Diese Temperaturen seien in der für Menschen relevanten Höhe von zwei Metern ermittelt worden. In Bodennähe habe es fast überall Frost gegeben - das sei für die Pflanzen relevant. Empfindliche Blüten und erste Fruchtansätze sind schon entwickelt.

Mit Blick nach vorn sagte Engelmann: "Es wird in weiten Teilen milder". Hochnebel ziehe von Norden ein und sorge dafür, dass die Temperaturen verbreitet über null Grad bleiben.

Titelfoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

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