Zahl der Asylsuchenden in Sachsen-Anhalt weiter deutlich gesunken
Von Dörthe Hein
Magdeburg - In Sachsen-Anhalt sind im Juli so wenige neue Asylbewerber registriert worden wie seit Anfang des vorigen Jahrzehnts nicht mehr.
134 Zugänge wurden in dem Monat erfasst, wie das Innenministerium in Magdeburg mitteilte. Das seien 39 Prozent weniger als im Vorjahresmonat und etwa 72 Prozent weniger als im Juli 2024.
Zuletzt habe es im Monat Juli so wenig neue Schutzsuchende in den Jahren 2011 (91) und 2012 (154) gegeben.
"Wer sich mit Blick auf die Asylzugänge die Zeit vor 2016 zurückwünscht, dem sage ich, das haben wir längst erreicht", sagte Innenministerin Tamara Zieschang (55, CDU).
"Migration wird wieder gesteuert, geordnet und begrenzt. Das ist für das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit des Staates unverzichtbar."
Die Ministerin verwies zugleich auf das Beispiel eines jungen Mannes, der 2015 als syrischer Flüchtling nach Sachsen-Anhalt kam und dem sie Ende Februar zum erfolgreichen Abschluss an der Fachhochschule Polizei gratulieren konnte.
Viele Menschen, die hierzulande Schutz gefunden hätten, trügen heute Verantwortung und leisteten einen wichtigen Beitrag zum Gemeinwesen, so Zieschang.
In diesem Jahr kamen laut Innenministerium bis Ende Juli 1148 Asylsuchende nach Sachsen-Anhalt. Das entspricht einem Rückgang um fast 34 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2025, als es noch 1725 Menschen waren.
Titelfoto: Bildmontage: Peter Gercke/dpa,
