Abhängigkeit von Microsoft & Co.: So sucht Sachsen Ausweg aus der Tech-Falle

Dresden - Zölle, NATO, Entwicklungshilfe, Klimaziele: US-Präsident Donald Trump (80) schaltet und waltet, wie es ihm gerade einfällt. Die Tech-Milliardäre springen, wenn er pfeift. An ihren Systemen hängt auch ein erheblicher Anteil der öffentlichen Verwaltung. Eine Alternative gibt es schon länger. Jetzt will auch Sachsen unabhängiger werden von Microsoft & Co.

Nicht nur Textverarbeitung und Tabellenkalkulation: Häufig laufen auch der Zahlungsverkehr oder das Betriebssystem von Behörden-Computern über Software-Systeme, die in Amerika entwickelt wurden. (Symbolbild)  © 123rf/andreypopov

"OpenDesk" heißt das Zauberwort im Software-Bereich. Computerprogramme, deren Quellcodes frei zugänglich sind und von den Anwendern individuell zugeschnitten werden dürfen, auch wenn nicht alles erlaubt ist, was geht.

"Wir werden die Officelösung openDesk ausgewählten Pilotbehörden bis Juni 2027 bereitstellen", teilte die Staatskanzlei auf TAG24-Anfrage mit. Der Schritt sei Teil der Ende April beschlossenen Modernisierungsagenda. Wer die Programme erhalten soll, steht aber noch nicht fest.

Sachsen verfügt über ein durchaus ansehnliches Budget für Digitales. Im aktuellen Doppelhaushalt 2025/2026 sind für die Verwaltungsdigitalisierung ressortübergreifend immerhin 925,6 Millionen Euro vorgesehen.

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Zur Digitalstrategie des Freistaates gehören auch landesweite Übungen im Zwei-Jahres-Rhythmus, die die Behörden resilienter gegen Cyberangriffe machen sollen.

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"Die Stärkung unserer Cyberabwehr in Sachsen ist ein wichtiger Schritt." - Ulf Bandiko (57), Amts-Chef des Innenministeriums.  © SMI | Philipp Thomas

Sachsen bei Cybersicherung nicht sonderlich stark

Stürzt die Oligarchen! Auch in Amerika stehen die Tech-Milliardäre in der Kritik (v.l.: Jeff Bezos - Amazon, Marc Zuckerberg - Meta, Präsident Trump, Elon Musk - SpaceX, X, Tesla).  © IMAGO/ZUMA Press Wire

"Die Stärkung unserer Cyberabwehr in Sachsen ist ein wichtiger Schritt, um unsere digitale Souveränität zu sichern", so der Amts-Chef des Innenministeriums, Ulf Bandiko (57).

Der Branchenverband Bitkom sieht Sachsen bei der Digitalisierung auf Platz elf. Spitzenreiter des 2026er-Rankings ist Hamburg, Schlusslicht Mecklenburg-Vorpommern.

Auch bei der Einführung unabhängiger Software-Lösungen haben Länder wie Berlin oder Thüringen die Nase vorn.

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Schleswig-Holstein hat damit bereits 2018 begonnen und spart eigenen Angaben zufolge jährlich rund 15 Millionen Euro.

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