Als erstes Bundesland: Sachsen ist Vorreiter beim Schutz vor Gewalt
Dresden - Sachsen stärkt den Gewaltschutz und setzt damit als erstes Bundesland Vorgaben aus Berlin um.
"Geschlechtsspezifische und häusliche Gewalt stellen ein immenses gesellschaftliches Problem in ganz Deutschland und auch in Sachsen dar", sagt Sozialministerin Petra Köpping (67, SPD).
Nach dem Kabinettsbeschluss sollen die bestehenden 21 Frauen- und Kinder- sowie die drei Männerschutzeinrichtungen zunächst bis 2028 von aktuell 208 Plätzen auf 227 Plätze ausgebaut werden.
Zudem werden die Personalressourcen in den Beratungsstellen zu häuslicher oder zu geschlechtsspezifischer Gewalt, zu Menschenhandel sowie zur Täterberatung aufgestockt.
Derzeit sind es 66,9 Stellen.
Dafür erhält Sachsen für die Jahre 2027/28 insgesamt 11,8 Millionen Euro vom Bund und legt noch einmal 27,3 Millionen Euro aus Landesmitteln drauf. Gleichzeitig werden die Kommunen entlastet. Ihre Kofinanzierungsanteile übernimmt der Freistaat.
Titelfoto: Norbert Neumann
