Dresden - Am heutigen Freitag, 8. Mai, wurde in Dresden der Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus begangen. In der Sächsischen Staatskanzlei kamen Vertreter aus Politik und Gesellschaft zum Gedenken zusammen. Dabei ging es vor allem um klare Botschaften zur Vergangenheit und für die Zukunft.
Ministerpräsident Michael Kretschmer (51, CDU) machte gleich zu Beginn deutlich, wie vielschichtig dieser Tag ist: "Der 8. Mai ist kein einfacher Tag in unserer Geschichte."
Lange habe er überlegt, ob es diesen Gedenktag geben sollte. Doch jetzt sei ihm eines wichtig: "Ich wünsche mir, dass wir den 8. Mai als Tag des Nachdenkens und Erinnern wahren, nicht als Tag des Fingerzeigens."
Auch Landtagspräsident Alexander Dierks (38, CDU) richtete den Blick nach vorn: "Wir können aus der Geschichte so unheimlich viel für die Gegenwart lernen."
Für ihn steht fest: "Das Ende dieses Systems war zwingend." Und er mahnt: "Den 8. Mai sollten wir auch als Tag nehmen, an dem wir unsere Demokratie verteidigen."
Eindringlich wurde es bei Joachim Gauck (86). Der frühere Bundespräsident stellte klar: "Der 8. Mai war keine Erniedrigung Deutschlands. Die eigentliche Erniedrigung ist vorher geschehen, durch die Menschen, die dieses Regime aufbauten." Seine klare Warnung: "Frieden erhält sich nicht von selbst."