Altes Schloss, neue Rebfläche: Weinprinz zur Lippe expandiert im Westen
Dresden - Die Erfolgsgeschichte des sächsischen Weinguts Schloss Proschwitz könnte sich wiederholen - allerdings in Baden.
Unternehmer und Winzer Georg Prinz zur Lippe (68) hat Schloss Staufenberg in Durbach in der Ortenau gekauft.
Er übernimmt das traditionsreiche, in knapp 400 Metern Höhe errichtete Schloss der Familie des Markgrafen von Baden samt 40 Hektar Rebfläche. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
"Schloss Staufenberg steht für badischen Weinbau, Landschaftspflege und die enge Verbindung von Gut, Schloss und Region. Dieses Erbe wollen wir bewahren und generationsübergreifend fortschreiben", so zur Lippe mit Blick auf seinen Sohn Moritz (22).
Das Schloss mir Rundumblick ist ein Wahrzeichen der Region, das jährlich rund 800.000 Touristen und Weinliebhabern anlockt.
"Bestehende Pachtverträge mit der Gastronomie und mit der Winzergenossenschaft, die einen Teil der Rebfläche bewirtschaftet, bleiben erhalten. Ebenso die öffentliche Zugänglichkeit von Schloss und Weinbergen", versichert Prinzessin Alexandra zur Lippe (62).
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Altes Schloss, neue Rebfläche in Ortenau: Erster Wein frühestens 2030
Noch in diesem Jahr sollen erste brachliegende Flächen aufgerebt werden - aus den Trauben dieser Weinstöcke könnte 2030 der erste Wein in die Flasche kommen.
"Der Boden in der Ortenau ist ähnlich dem in unseren Weinbergen. Wir bringen also viel Erfahrung in die Urheimat des badischen Rieslings mit", freut sich Prinzessin Alexandra auf eine neue Herausforderung und versichert im gleichen Atemzug: "Unser Lebensmittelpunkt bleibt Proschwitz."
1990 hatte Georg Prinz zur Lippe das 1945 enteignete Schloss Proschwitz bei Meißen zurückgekauft und bis heute zu einem Qualitätsweingut mit 75 Hektar Rebflächen und jährlich rund 300 Veranstaltungen entwickelt.
Titelfoto: Bildmontage: picture alliance/Visually, imago/Eibner, privat
