Niederwiesa - "753: Rom schlüpft aus dem Ei." Falls Ihr Euch an diese Eselsbrücke aus dem Geschichtsunterricht erinnert, dann könnt Ihr mit Eurem Wissen glänzen. Denn das 3. Kürbisfestival im Schloss und Park Lichtenwalde (Landkreis Mittelsachsen) nimmt ab Samstag Besucher mit ins alte Rom.
"Die Römer haben es damals nie nach Sachsen geschafft, da waren die Germanen zu stark. Aber jetzt sind sie hier", sagt Stefan Hinner (54) von der "Jucker Farm".
Gemeinsam mit Schlösser-Chefin Patrizia Meyn hat er das Festival initiiert. Insgesamt gibt es 13 Figuren, darunter Asterix, Obelix und kämpfende Gladiatoren. Der Aufbau dauerte rund zehn Tage. Verteilt sind sie auf einem etwa anderthalb Kilometer langen Rundweg durch den Schlosspark.
Die Figuren hat ein Künstler entworfen, der mit der "Jucker Farm" seit 20 Jahren zusammen arbeitet. Sie bestehen aus 25.000 bis 30.000 Kürbissen, die mit Kabelbindern an Drahtgestellen befestigt werden, erklärt Hinner.
Die Kürbisse kommen zum Großteil von der "Jucker Farm" in Ludwigsburg. "Wir versuchen, auch Landwirte aus der Region des Kürbisfestivals mitzunehmen. Dieses Jahr trägt das die ersten Früchte."
Kürbisfestival hat bis 1. November geöffnet
Neben den Figuren gibt es ein Kürbislabyrinth, einen Strohspielplatz und Events wie ein Schnitzfestival, Kürbiswiegen sowie die Frucht für zu Hause. Dieses Jahr besonders: Kalebassen. "Die trocknen aus und können als natürliche Rassel verwendet werden. Oder man macht eine Vase daraus."
Das Kürbisfestival findet vom 29. August bis 1. November statt. Eintritt: ab 10 Euro, ermäßigt ab 7 Euro.