Auf den Hund gekommen! Hier führt ein Vierbeiner durch die Burg

Meißen - Was für eine Premiere! Zuletzt führte mit Fee, eine ganz junge Bobtail-Hündin, kleine und große Besucher durch die Albrechtsburg. Mit Charme und Schnauze brachte die wuschelige Vierbeinerin frischen Wind ins historische Gemäuer.

Die Eingewöhnung ging schnell: Wie selbstverständlich wandelt Bobtail-Hündin Fee (1) durch die weitläufigen Säle.  © Ove Landgraf

Fees Frauchen Pia Gursch (66) ist Gästeführerin in Meißen und hält seit mehr als 25 Jahren Bobtails - sie kennt ihren Charakter wie kaum eine andere. "Immer wenn wir unterwegs sind, sehe ich, wie Menschen und ganz besonders Kinder auf sie reagieren."

Mit ihrem ausladenden Fell und dem kleinen Schleifchen auf dem Kopf ist Fee eine besonders herzige Erscheinung.

Das einjährige Bobtail-Mädchen ist sogar schon ausgebildet für den Umgang mit Kindern - warum nicht also auch für eine Führung durchs Schloss! Leiterin Birgit Finger (57) fand die Idee spannend und war nach der ersten Begegnung mit Fee hin und weg: "Sie ist so eine liebe, freundliche Hündin. Und sie hat sich auch sofort wie zu Hause gefühlt."

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Nach der erfolgreichen Generalprobe mit einer Kindergartengruppe wusste Frauchen Gursch: "Die Kleine packt das!" Nur treppabwärts muss sie den Fahrstuhl nutzen.

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Fellnase in fürstlichem Flair: Auf der Meißner Albrechtsburg, Deutschlands ältestem Schloss, wurde es zuletzt tierisch.  © IMAGO/Depositphotos
Die Eingewöhnung ging schnell: Wie selbstverständlich wandelt Bobtail-Hündin Fee (1) durch die weitläufigen Säle.  © Ove Landgraf

Eine Führung rund um die Verbindung von Hund, Mensch und Schloss

Die Treppe hoch ist für Fee kein Problem - für den Weg nach unten muss sie aber den Fahrstuhl nehmen.  © Ove Landgraf

Eine Fellnase, die durch die Albrechtsburg führt? Die Idee kommt nicht von ungefähr. "Im Schloss haben immer auch Hunde gelebt - vom Schoßhund zum Jagdhund", weiß Birgit Finger, "und das sieht man auch ganz eindrücklich auf vier Wandgemälden hier im Schloss."

Auch Pia Gursch war es wichtig, ihre Führung rund um die Verbindung von Hund, Mensch und Schloss zu bauen: "Viele Kinder waren vielleicht noch nie in einem Schloss ... und wegen Fee sind sie es jetzt das erste Mal."

Das Interesse war riesig - die Führungen waren komplett ausgebucht. "Hatten die Kinder anfangs noch etwas Respekt vor Fee, haben sie sich schnell an sie gewöhnt und die Scheu verloren", lacht Pia Gursch.

Freut sich über den großen Zuspruch: Schlossleiterin Birgit Finger (57) kann sich weitere Führungen mit Fee durchaus vorstellen.  © Ove Landgraf

Zwar sind vorerst keine weiteren Führungen geplant - dennoch könnte es für die Schlossleiterin eine Fortsetzung geben: "Wer weiß, vielleicht einmal im Monat oder zu saisonalen Anlässen." Fee als kleiner Nikolaus - das hätte doch was!

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