Von Andreas Hummel
Nossen/Meißen - Nach einer Millioneninvestition ist die Eisenbahnstrecke zwischen Nossen und Meißen in Sachsen fit für schweren Güterverkehr.
Die Arbeiten an dem 20 Kilometer langen Teilabschnitt hatten im August 2024 begonnen, wie die Nossen-Riesaer Eisenbahn-Compagnie (NRE) als Betreiber mitteilte.
5 Millionen Euro wurden mit Fördermitteln des Landes und des Eisenbahn-Bundesamtes investiert, nachdem sich der Zustand der Strecke über Jahre verschlechtert hatte. Am Donnerstag wurde sie wiedereröffnet.
Von einer "Zukunftsstrecke" sprach Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (62, CDU). Einerseits stärke sie die Infrastruktur für die regionale Wirtschaft. "Und zum anderen lässt sie uns mit neuem Schwung auf den Tag hinarbeiten, an dem auch wieder Personenzüge fahren und Menschen in dieser Region auf der Schiene mobil sein können."
NRE-Geschäftsführer Eckart Sauter sprach von einem "wichtigen Etappenziel" auf dem Weg zur Wiederaufnahme des Personenverkehrs auf der Strecke. Geplant sei das ab Dezember 2029, wenn die Finanzierung sichergestellt werden könne, erklärte er auf Nachfrage. Vorerst werden dort vor allem Kesselwagenzüge für ein Tanklager unterwegs sein.
Bei den Bauarbeiten an dem Teilabschnitt wurden unter anderem mehr als 5000 Schwellen, 2,5 Kilometer Schienen und zahlreiche Brückenbalken ausgetauscht. Zudem seien das Schotterbett und etliche Bahnübergänge auf Vordermann gebracht worden, hieß es.