Dresden - Mehr als 8000 Lehrstellen sind in Sachsen derzeit nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit unbesetzt. Dabei rückt vor allem die Ausbildung im technischen Bereich sowie im Handwerk in den Fokus. Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften ist in Sachsen ungebrochen.
"Eine gute Ausbildung eröffnet jungen Menschen hervorragende Perspektiven. Gerade in Zeiten von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz bleibt klar: Viele Leistungen im Handwerk lassen sich nicht einfach automatisieren", betont Wirtschaftsminister Dirk Panter (52, SPD).
Allein im Handwerk wird in rund 130 Berufen ausgebildet. "Wer dort einsteigt, kann großartig Karriere machen", verspricht Jörg Dittrich (56).
Der Dachdeckermeister ist Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks.
Zusammen mit der Chemnitzer Fleischermeisterin und Bundestagsabgeordneten Nora Seitz (42, CDU) und Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (43, CDU) wird er am morgigen Dienstag erörtern, wie die Berufsbildung und -Orientierung an den Schulen gestärkt werden kann.
Sachsen fördert die praxisnahe Ausbildung, Meisterbonus steigt
Sachsen fördert die praxisnahe Ausbildung mit Investitionen in die Modernisierung überbetrieblicher Berufsbildungsstätten. Dafür stehen elf Millionen Euro bereit. Zudem wird Qualifikation gestärkt.
Der Meisterbonus steigt von 2000 auf 3000 Euro – beginnend mit allen neuen Meistern, die 2026 ihre Prüfung ablegen.