Bildung im Ländervergleich: Sachsen verteidigt ersten Platz, das sind die Gründe

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Von Jörg Rantzsch

Leipzig/Berlin - Sachsen schneidet aus ökonomischer Perspektive mit seinem Bildungssystem in einem jährlichen Bundesländervergleich weiterhin am besten ab.

Sachsen steht auch 2025 wieder auf Platz eins des "Bildungsmonitors" der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Der Freistaat hält den Spitzenplatz bereits seit Jahren.
Sachsen steht auch 2025 wieder auf Platz eins des "Bildungsmonitors" der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Der Freistaat hält den Spitzenplatz bereits seit Jahren.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Dem "Bildungsmonitor" der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) zufolge steht Sachsen wie schon seit Jahren erneut auf Platz eins. Dahinter liegt Bayern vor Hamburg und Baden-Württemberg.

Am Ende der Skala steht wie auch schon im vergangenen Jahr Bremen. Vorletzter ist erneut Brandenburg, davor steht Nordrhein-Westfalen.

Die vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) durchgeführte Vergleichsstudie untersucht anhand von 98 Indikatoren die Bildungssysteme der Bundesländer. Die Bewertung erfolgt nach Angaben der Autoren ausdrücklich aus bildungsökonomischer Sicht.

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In der Studie werden beispielsweise die Bildungsausgaben pro Schüler ins Verhältnis zu den Gesamtausgaben öffentlicher Haushalte pro Einwohner gesetzt.

Verglichen werden zudem die Investitionen in Schulen und Hochschulen, der Betreuungsschlüssel in Bildungseinrichtungen, Klassengrößen, die Schulabbrecherquote oder die Beteiligung an Ganztagsangeboten.

Warum liegt Sachsen immer wieder vorn?

Die Autoren der Studie betonen unter anderem, dass Sachsen eine hochwertige Förderung, insbesondere in frühen Bildungsphasen, habe.
Die Autoren der Studie betonen unter anderem, dass Sachsen eine hochwertige Förderung, insbesondere in frühen Bildungsphasen, habe.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Besondere Stärken weist Sachsen laut der Studie bei der Förderinfrastruktur, der Schulqualität, der Forschungsorientierung, der Bildungsarmut (jeweils
1. Platz) und der Integration (3. Platz) auf. Zudem wird die Ganztagsbetreuung im Freistaat hervorgehoben. Demnach wird in Sachsen ein besonders großer Anteil der Kinder ganztägig in Schule oder Kita betreut.

Die Autoren betonen positive Effekte: Eine hochwertige Förderung besonders in frühen Bildungsphasen könne dazu beitragen, Lernrückstände frühzeitig auszugleichen.

Und sie führen einen Punkt an, der Arbeitgebern wichtig ist, die gerne mehr Vollzeit-arbeitende Eltern hätten: "Verlässliche Ganztagsinfrastrukturen unterstützten Eltern dabei, einer Erwerbstätigkeit nachgehen zu können und ihren Lebensunterhalt durch Erwerbsarbeit zu sichern."

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Gelobt wird auch, dass der Anteil der Beschäftigten mit Hochschulabschluss in Kitas in Sachsen im Ländervergleich am höchsten sei, bei gleichzeitig weniger Ungelernten als im Bundesschnitt. Und es wird auf sehr gute Ergebnisse sächsischer Schülerinnen und Schüler bei jüngsten Lese- oder Mathematikvergleichstests verwiesen.

Titelfoto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

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