Von Sebastian Münster
Dresden - Verbraucher in Sachsen müssen sich voraussichtlich auf deutlich steigende Heizkosten einstellen. Nach Berechnungen des Energiedienstleisters Techem gehört der Freistaat dabei zu den am stärksten von Kostensteigerungen betroffenen Bundesländern.
Haushalte mit Fernwärmeversorgung sind besonders betroffen: Demnach muss ein Musterhaushalt im Land dafür rund 18 Prozent mehr bezahlen als im Vorjahr.
Betreiber von Gasheizungen können mit 14,5 Prozent höheren Kosten rechnen. Einzig in Baden-Württemberg fallen die Kostensteigerungen den Prognosen zufolge noch größer aus als in Sachsen.
Betreiber von Ölheizungen im Freistaat zahlen zwar voraussichtlich ebenso mehr, kommen laut Techem aber vergleichsweise glimpflich davon. Hier prognostiziert der Energiedienstleister eine Kostensteigerung um rund 6,8 Prozent.
Hintergrund der steigenden Kosten sind sowohl gestiegene Preise als auch witterungsbedingt gestiegene Verbräuche wegen eines vergleichsweise kalten Februars sowie eines Kälteeinbruchs im November mit Frost und Schneefall.
Die Prognose basiert auf dem EU-Verbraucherpreisindex und Wetterdaten von meteostat.net, die vom Deutschen Wetterdienst validiert wurden. Für die letzten Wochen des Jahres wurden die Daten hochgerechnet.