Dieser neue sächsische Wanderweg kann sich hören lassen

Chemnitz - Zwischen Uferstrand und Altchemnitz bringt ein neuer Musikwanderweg Chemnitzer Klänge zu Gehör. Ob Tango, Jazz-Pop, Musical, Klassik, Tanzmusik oder Chorkonzert - alle Stücke sind eng mit der Stadt verbunden.

Christian Höfner (23) gehört zu einer Gruppe von Studenten der TU Chemnitz, die passende Hörboxen entwickelt haben.  © Sven Gleisberg

An der rund fünf Kilometer langen Strecke, die durch den Stadtpark führt, wurden vom Verein "Kamenica Musica" sechs musikalische Tafeln aufgestellt. Hörstationen folgen in den nächsten Wochen.

Zu den Initiatoren gehören Amtsärztin Hildegard Geisler (59) und ihr Sohn Ludwig Sontag (25). Ihr Ziel: "Der Weg soll die Vielfalt an Musik in Chemnitz erlebbar machen."

Jede Tafel beschreibt einen Teil der Chemnitzer Musikkultur abseits großer Bühnen. Es geht um junge Nachwuchsbands und bedeutende Chemnitzer Komponisten, wie Beethovens Lehrer Christian Gottlob Neefe. Eine Station ist dem in Chemnitz erfundenen Instrument Concertina gewidmet, das als Vorläufer des Bandoneons den Ton für den weltberühmten argentinischen Tango vorgab.

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Auch erfolgreiche Chemnitzer Kindermusicals wie "Drei Wünsche frei", das in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz aufgeführt wurde, Schulmusik und die große Szene der Chemnitzer Tanzkultur - von Walzer, Line Dance bis Hip-Hop - sind mit Beschreibungen und Hörproben vertreten.

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Hildegard Geisler (59) und Ludwig Sontag (25) an der Tafel über junge Musik aus Chemnitz, die neben dem Chemnitztalviadukt aufgestellt wurde.  © Sven Gleisberg

Stationen am Chemnitzer Musikwanderweg auch rollstuhlgerecht

"Damit der Musikweg für jeden nutzbar ist, zeigen die Tafeln den Text auch in einfacher Sprache und Abbildungen. Auf Knopfdruck wird er deutsch oder englisch vorgelesen", so Hildegard Geisler. Außerdem sind die Stationen mit einem Rollstuhl unterfahrbar.

Für den Sound am Weg sorgen voraussichtlich ab August Hörstationen, die mit Solarstrom versorgt werden und als studentisches Projekt an der TU Chemnitz entwickelt wurden.

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