Dreimal Top-Quoten: Diese sächsischen Politiker erzielen Spitzenwerte, AfD auf den letzten Plätzen

Von Jörg Schurig

Leipzig - Linke-Politiker Sören Pellmann (49) bleibt der "gefragteste" sächsische Abgeordnete im Bundestag. Nach Angaben des unabhängigen Dialogportals Abgeordnetenwatch bekam er mit 67 die meisten Fragen aller Abgeordneten aus dem Freistaat und beantwortete jede davon.

Sören Pellmann (49, Die Linke) bekam von den sächsischen Abgeordneten die meisten Fragen, beantwortete sie aber alle. (Archivbild)  © Kay Nietfeld/dpa

Auf Platz 2 folgt Jens Lehmann (58, CDU), der bei 39 Fragen ebenso auf alle eine Antwort fand. Dahinter rangiert Paula Piechotta (39) von den Grünen mit 29 Antworten und gleichfalls einer Quote von 100 Prozent. Alle drei stammen aus Leipzig.

Den letzten Platz belegt erneut Tino Chrupalla (51, AfD), hieß es. Der AfD-Bundessprecher habe seit seinem Einzug in den Bundestag 2017 keine einzige Frage beantwortet.

Vor ihm auf Platz 29 landet Maximilian Krah (49, AfD), der ebenfalls schweigt.

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Seit 2004 können Bürger bei Abgeordnetenwatch Parlamentarier des Bundestags, der Landtage und des Europaparlaments befragen.

Dieses Mal ging es um den Zeitraum seit der konstituierenden Sitzung des Bundestags am 25. März 2025 bis zum 29. Juni dieses Jahres.

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Den letzten Platz belegte erneut Tino Chrupalla (51, AfD), der seit 2017 keine einzige Bürgerfrage beantwortet hat.  © Elisa Schu/dpa

Elf der 30 Abgeordneten antworten gar nicht

In etwas mehr als einem Jahr bekamen die sächsischen Abgeordneten über 300 Fragen.  © Elisa Schu/dpa

Bei sächsischen Abgeordneten gingen insgesamt 361 Fragen ein, 284 wurden beantwortet. Elf der 30 Abgeordneten antworteten nicht, hieß es. Zehn von ihnen gehören der AfD an. 16 Parlamentarier beantworten 90 bis 100 Prozent der Fragen - damit erhalten sie das Prädikat "hervorragend".

"Wer gewählt wird, schuldet den Bürgerinnen und Bürgern Antworten, kein Schweigen", betonte Louiza Charalambous von der Plattformleitung Abgeordnetenwatch. Gerade erlebe man wegen des Reformpakets der Bundesregierung einen enormen Fragenansturm.

"Das zeigt: Die Menschen wollen verstehen, warum Politik so entscheidet, wie sie entscheidet. Wer diese Fragen ignoriert, weil sie Arbeit machen oder unbequem sind, verspielt leichtfertig Vertrauen."

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