Dumm gelaufen! Rechte Band verrät versehentlich Treffpunkt, Polizei unterbindet Konzert
Königsbrück - Treffpunkt aufgeflogen! Am Samstag wollte "Roials", eine rechte Punkrock-Band mit Kontakten in die Neonazi-Szene, ein geheimes Konzert nahe Dresden steigen lassen. Der Polizei gelang es jedoch, die Veranstaltung zu unterbinden.
Dummerweise hatten die Mitglieder den Ort des Geschehens bei Instagram selbst ausgeplaudert. Auf einem veröffentlichten Foto war im Hintergrund ein Hinweis zum "Armee Spaß Verein" zu lesen, der Russentreffen auf einem ehemaligen sowjetischen Militärlager an der Hoyerswerdaer Straße in Königsbrück ausrichtet.
Das Gelände besitzt mehrere verlassene Bunker und ein "Offizierscasino", das mutmaßlich für die Auftritte genutzt werden sollte. Einsatzkräfte waren in den Morgenstunden angerückt, um die Zufahrtsstraßen zu versperren, wie die Polizei auf TAG24-Nachfrage bestätigte.
"Es handelte sich um eine unangemeldete Veranstaltung", erklärte ein Sprecher. Sämtliche Events seien dort genehmigungspflichtig.
Fotos zeigen, wie einzelne Teilnehmer abgewiesen wurden. "Der Großteil war jedoch noch gar nicht angereist und wurde unter anderem über die sozialen Netzwerke über die Absage informiert", so der Sprecher weiter. Man sei bis 16 Uhr vor Ort im Einsatz gewesen.
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Die erwartete Besucher-Anzahl blieb zunächst unklar. Neben "Roials" wollten laut Ankündigung auch die Bands "Operace Artaban" und "Bombecks" auftreten. Die Musikgruppen werden von Beobachtern der sogenannten "Grauzone" zugeordnet, da sie sich zwar offiziell als unpolitisch oder neutral darstellen, sich jedoch nicht klar von rechtsextremen Strukturen oder Liedgut distanzieren.
Titelfoto: Montage: xcitepress, Screenshot/Instagram/roials_dresden
