Erste Schlacht verloren: Bürgermeister will die einzige Dorf-Kita schließen

Rödern (Ebersbach) - Nun ist es besiegelt: Plakaten und Petition zum Trotz muss die Kita in Rödern (Landkreis Meißen) zum September 2028 schließen. Der Ebersbacher Bürgermeister verteidigt die Entscheidung - die Eltern der "Röderspatzen" geben sich aber nicht geschlagen.

Für den Ebersbacher Bürgermeister Falk Hentschel (40, CDU) ist die Schließung alternativlos.  © Thomas Türpe

Bei der Initiatorin der Petition, Anne Roßberg (33), herrscht nach der Sitzung Fassungslosigkeit: "Nicht nur die Eltern, das ganze Dorf ist mittlerweile wütend."

Schließlich verliere Rödern damit bald nicht nur seine Kita, sondern den Anker des Dorflebens. "Der Ort wird damit immer unattraktiver für Familien."

Bürgermeister Falk Hentschel (40, CDU) verteidigt den harten Spar-Schluss: "Ich bin verwundert über den Aktionismus in der Debatte. Ich habe das Gefühl, viele haben sich gar nicht unsere Beschlussvorlage durchgelesen."

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Das Ganze sei ein strukturelles Problem, da Bund und Land zu wenig Geld fließen lassen. "Durch die Schließung der Kita spart die Gemeinde 120.000 Euro im Jahr", rechnet Hentschel vor.

Das gesparte Geld fließe auch in die Sanierung der verbleibenden drei Kitas - die sich allerdings in anderen Dörfern befinden.

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Bürgermeister Hentschel verspricht eine Lösung für die Betroffenen

Für Rödern verspricht er eine zukunftsträchtige Lösung: Der Erlös aus dem Verkauf des Kitagebäudes soll das Areal um Gaststätte und Kegelbahn zum neuen Dorfmittelpunkt machen.

Die Eltern geben jedoch nicht auf. Anne Roßberg kündigt an: "Nächste Woche besprechen wir uns mit allen Eltern und starten dann ein Bürgerbegehren." Die Fronten bleiben verhärtet.

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