Flaschenwürfe und Hitlergruß: So lief der Demo-Tag im Erzgebirge

Schwarzenberg - Demo-Tag im Erzgebirge: Am gestrigen Samstag hatte das Bündnis "Schwarzenberg Ungebrochen" zu Protesten aufgerufen. Nun zieht die Polizei, die mit rund 330 Einsatzkräften vor Ort war, Bilanz.

Wie schon im vergangenen Dezember versammelten sich die Demo-Teilnehmer in Schwarzenberg am Busbahnhof. (Archivbild)  © André März

Das Bündnis hatte seine Anhänger unter dem Motto "Ungebrochen - gegen den Rechten Normalzustand" aufgerufen, zum Busbahnhof zu kommen. Laut Polizei sammelten sich die Teilnehmer dort ab 12.45 Uhr.

Die Kundgebung mit mehreren Redebeiträgen startete dann gegen 13.20 Uhr. Knapp eineinhalb Stunden später startete der Aufzug über die Bahnhofstraße, Badstraße sowie Karlsbader Straße zum Finanzamt, wo eine Zwischenkundgebung folgte. Die Demo endete am frühen Abend wieder am Busbahnhof. Die Aufzugstrecke war auf Wunsch des Versammlungsleiters verkürzt worden.

"In der Spitze waren 450 Teilnehmer im Aufzug. Nach der Zwischenkundgebung hatte sich die Teilnehmerzahl bereits verringert", so eine Polizeisprecherin.

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An der Bahnhofstraße hatten sich etwa 75 Gegendemonstranten versammelt, die dem eigentlichen Aufzug mit Abstand folgten. Als die beiden Gruppen in der Bahnhofstraße aufeinander trafen, flogen von beiden Seiten Flaschen. Ein Verdächtiger (24, deutsch) kassierte eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung.

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Verdächtige vergangener Veranstaltungen entdeckt

Die Polizei entdeckte vor und nach der Veranstaltung Verdächtige einer vergangenen Versammlung. (Symbolbild)  © Friso Gentsch/dpa

Ein 35 Jahre alter Deutscher, der an der Gegenveranstaltung teilnahm, attackierte in der Karlsbader Straße einen Fotografen. Ein anderer Deutscher (45) zeigte in der Bahnhofstraße den Einsatzkräften den Hitlergruß. Beide Männer erhielten entsprechende Anzeigen.

Noch vor dem Start der Veranstaltung, entdeckten Polizisten einen Mann am Versammlungsort, der im Verdacht steht bei einer anderen Veranstaltung im vergangenen Dezember eine Körperverletzung begangen zu haben. Die Beamten stellten seine Identität fest.

Nach der Veranstaltung wurden die Einsatzkräfte zudem auf einen Jugendlichen (17) und einen Mann (28) aufmerksam, die ebenfalls bei der Versammlung im Dezember dabei waren und im Verdacht einer Körperverletzung und einem Verstoß gegen das Versammlungsgesetz stehen.

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