Flächenziele sollen verschwinden: OB von Dippoldiswalde dreht bei der Bundes-CDU den Wind

Stuttgart/Dippoldiswalde - Mehr als ein Achtungserfolg: Auf Antrag der Dippoldiswalder Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (54, CDU) hat die Bundes-CDU nun beschlossen, das Flächenziel zum Ausbau der Windkraft in Deutschland kippen zu wollen. Man wolle auf keinen Fall weg von erneuerbarer Energie. Doch das tüchtige Deutschland müsse aufatmen.

Kerstin Körner (54, CDU) auf dem CDU-Bundesparteitag. Sie ist OB von Dippoldiswalde.
Kerstin Körner (54, CDU) auf dem CDU-Bundesparteitag. Sie ist OB von Dippoldiswalde.  © IMAGO/dts Nachrichtenagentur

"Wir evaluieren das 2-Prozent-Ziel und streben die Umstellung vom starren Windkraft-Flächenziel [...] an. Wir wollen den Ländern hierzu flexible Erprobungsräume in Abstimmung mit dem Bund ermöglichen", heißt es im polit-technischen Antrag, der mit großer Mehrheit am Samstag beim Bundesparteitag der Christdemokraten verabschiedet wurde.

"Der ländliche Raum hat zurzeit das Gefühl, die Mülltonne aller Probleme zu sein. Hier ist jetzt Schluss", sagt Körner zu TAG24 stolz.

Denn der Antrag nahm seinen Anfang im Stadtrat von Dippoldiswalde. Bislang muss zwei Prozent der Landfläche für Windkraft zur Verfügung gestellt werden. Was zu Possen wie der im Reinsberger Oberholz führe, so Körner.

Umzusetzen ist die Regel deshalb noch nicht: Damit ein Gesetz draus wird, muss der Koalitionspartner SPD zustimmen.

Titelfoto: IMAGO/dts Nachrichtenagentur

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